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Im Jahr 2009 sollen weitere 500 bis 700 Mitarbeiter abgebaut werden. Ein Sozialplan sei bereits in Arbeit.
(Wien, 14.7.2008) Die Telekom Austria (TA) will bis Jahresende bis zu 1000 der 9000 Beschäftigten in der Festnetz-Sparte abbauen. Das will die "Presse" aus Konzernkreisen erfahren haben. Im Jahr 2009 sollen weitere 500 bis 700 Stellen gestrichen werden. Die TA-Spitze verhandle mit dem Betriebsrat bereits über einen Sozialplan.
Einsparungen in Millionenhöhe Die Zahl entspräche genau jenem Einsparungsvolumen, das der Unternehmensberater McKinsey für die TA errechnet hat. Innerhalb von zwei Jahren sollen rund 150 Millionen Euro gespart werden - 60 Prozent davon, das sind 90 Millionen Euro, im Personalbereich. TA-Betriebschef Michael Kolek gehe von 500 Stellenstreichungen für dieses Jahr aus. Über 2009 wolle er jetzt noch nicht reden, sagte Kolek. Er erklärte aber, dass zuerst die Verträge mit Leasing-Arbeitskräften aufgelöst werden müssten. Erst dann seien Beamte oder Angestellte an der Reihe. Das Einkommen der von den Personalkürzungen betroffenen Mitarbeitern liegt bei 55.000 Euro pro Jahr.
Sozialplan für Mitarbeiter Die TA-Führung hoffe, dass der angebotene Sozialplan von möglichst vielen Mitarbeitern angenommen werde. Der Sozialplan beinhalte höhere Abfertigungen, Vorruhestandsmodell, Karenzierungen und eine Arbeitsstiftung. Beamte, bei denen keine Lösung gefunden werde, sollen in die konzerneigene Personalgesellschaft TAP ausgelagert werden. Falls es doch zum Beamten-Pool kommen sollte, werden die in der TAP integrierten Mitarbeiter dorthin übersiedeln.
Beamten-Agentur bleibt Thema Auch der Plan der Staatsholding ÖIAG, rund 2100 Mitarbeiter der Festnetzsparte und 3000 Postler in eine ÖIAG-Beamtenagentur auszugliedern, sei noch offen. "Die Sache ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben", sagte Kolek der "Presse". Anfang Juni haben rund 5000 Mitarbeiter der TA gegen die geplante Agentur protestiert. Die in die Agentur ausgelagerten Beamten sollen dann an andere Unternehmen vermietet werden. Während die ÖVP damals ihre Zustimmung signalisiert hatte, stellte sich die SPÖ hinter die TA-Mitarbeiter.
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