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Ein IKT-Minister muss her

 

Der Fachverband für Unternehmensberatung & Informationstechnologie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat bereits seine Wünsche an die künftige Regierung deponiert. In einem IKT-Ministerium sollen die Aktivitäten zusammen laufen.

(Wien, 10.8.2008) Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl war nicht wirklich darüber begeistert, dass Vizekanzler Wilhelm Molterer die Koalition aufgekündigt hat und somit wieder gewählt wird. Umso eifriger ist der Fachverband für Unternehmensberatung & Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Österreich, die bereits die ersten Forderungen an die neue Regierung gestellt hat. Verbandsobmann Alfred Harl fordert eine "Bündelung rot-weiß-roter IKT-Agenden in einem IKT-Ministerium". Eine Koordination aller Themen und Aktivitäten der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) würde bislang fehlen. Daraus resultiert der bereits seit Jahren sichtbar gewordene Nachwuchsmangel an qualifizierten Arbeitskräften für die Branche, worin Harl ein "massives Gefahrenpotenzial für den Wirtschaftsstandort Österreich" sieht.

Harl bekräftigt seine Forderung mit Zahlen: 47 Prozent der heimischen IT-Unternehmen beklagen, dass sie nicht ausreichend Personal bekommen, und 59 Prozent erwarten, dass sich die Situation verschlechtern wird. Deshalb dürfe "IT-Spezifisches nicht aus kurzsichtigen, tagespolitischen Gründen aus dem IKT-Masterplan herausgerissen werden", es müsse gesamthaft agiert werden.

Ausnahmsweise Deutschland und USA als Vorbild
Daraus leitet der WKÖ-Obmann ab, dass die IKT-Agenden höher zu priorisieren seien. Österreich benötigt daher einen IKT-Know-How-Träger im Ministerrang und somit ein eigenes IKT-Ministerium oder zumindest einen landesweiten Koordinator. Als Vorbild nennt Harl hochindustrialisierte Länder wie Deutschland oder die USA: „Sie haben das Problem längst erkannt, Deutschland etwa verfügt bereits über einen landesweit zuständigen IT-Koordinator.“

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