Der Technologiekonzern Siemens will weltweit 16.750 Stellen abbauen. In Österreich sollen 500 Arbeitsplätze "sozialverträglich" abgebaut werden.
(Wien, 9.7.2008) Im Rahmen der Sparmaßnahmen des Gesamtkonzerns muss Siemens Österreich 500 von seinen bisher 8000 Arbeitsplätzen streichen. Der Personalabbau wird im Vertriebs- und Verwaltungsbereich stattfinden und soll möglichst sozialverträglich durchgeführt werden, sagte Harald Stockbauer der Konzernsprecher von Siemens Österreich.
"Sozialverträglicher Abbau" Das Kostensenkungsprogramm soll in Österreich so sozialverträglich wie möglich durchgeführt werden, heißt es von Siemens- Man werde in Gespräche mit den Belegschaftsvertretern eintreten. Maßnahmen, wie dies erreicht werden kann, umfassen Pensionierungen, Altersteilzeit, Outsourcing und bevorzugte Vermittlung innerhalb des Konzerns.
GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian will sich zusammen mit dem Betriebsrat den geplanten "sozialverträglichen Stellenabbau genau anzuschauen" und um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen, so Katzian.
Deutschland: 5250 Jobs betroffen Von den fast 17.000 Stellen die weltweit wegfallen sollen, werden allein in Deutschland 5250 gestrichen. Betroffen sind hier die größten Siemens-Standorte Erlangen, München, Nürnberg und Berlin betroffen. Zudem plant Siemens den Verkauf der Industriemontage-Sparte SIMS, die in Deutschland 1200 Menschen beschäftigt. Die deutsche Interessensvertretung IG Metall reagiert mit heftiger Kritik.