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Rückzug eines Pioniers

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Nachdem Bill Gates den Chefposten bereits vor acht Jahren Steve Ballmer überlassen hatte, wird er sich nun endgültig aus dem Microsoft-Geschäft zurückziehen.

(Redmond, 24.6.2008/APA) Bill Gates zieht sich nun endgültig aus dem Tagesgeschäft von Microsoft zurück. Ab ersten Juli möchte er sich auf seine gemeinnützige Arbeit in der Bill & Melinda Gates Foundation konzentrieren.

Kurzgeschichte
Bill Gates war bereits Mitte der 70er Jahre davon überzeugt, dass Computer in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen würden. Gates brach sein Harvard-Studium ab und begann mit seinem Freund Paul Allen das Unternehmen Microsoft aufzubauen. Mit dem erkauften Qdos-System, welches er weiterentwickelte und zu MS DOS umbenannte, legte er den Grundstein für den Erfolg von Microsoft. Durch das Büropaket Office und dem Betriebssystem Windows wuchs das Unternehmen weiter. Gates sah sich immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, die Innovationen nicht selbst entwickelt, sondern abgekupfert zu haben.

Wie es ohne Gates weitergeht
Nach 30 Jahren Einfluss auf die Unternehmensgeschichte wirft dies die große Frage nach der Zukunft des Unternehmens auf. Microsoft-Manager betonen, dass das Unternehmen seinen eingeschlagenen Kurs auf jeden Fall fortführen wird. Heute steht Microsoft jedoch neuen Herausforderungen gegenüber, die die Unternehmensgeschichte auch negativ beeinflussen könnten. Das Ziel, im Online-Werbemarkt zum Marktführer aufzuschließen, ist nach den geplatzten Übernahme-Gesprächen mit Yahoo in weite Ferne gerückt. Internet-Firmen wie Google machen dem Softwaregiganten ebenso Konkurrenz.

Zudem werden auch immer mehr Stimmen laut, die das Ende von Software in der ursprünglichen Form prophezeien. Anbieter wie SalesForce liefern Software als Service über das Internet und können dadurch Wachstumsraten verbuchen. Gartner sieht in dieser Art von Software-Service eine Zuwachsrate von 22,1 Prozent. In naher Zukunft sollten diese Herausforderungen jedoch kein Problem für Microsoft darstellen, verzeichnete doch das Unternehmen zuletzt einen Jahresumsatz von 52 Milliarden Dollar. Und Windows läuft immer noch auf 90 Prozent aller PCs weltweit.

 

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