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Fujitsu Siemens Computers entdeckt das Design

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Zwei Jahre haben Designer, Marketing-Experten und Ingenieuere von FSC gegrübelt, um den Grauschleier aus dem Design zu entfernen. Künftig will man bei FSC auf schwarz und weiß beim Design setzen.
 

Der deutsch-japanische IT-Konzern will mit Design und Technologie bei Geschäftskunden und Konsumenten punkten. Das Servicegeschäft soll weiter forciert werden.

(Wien, 16.6.2008) "Die Dinge sind im Umbruch", erklärte Wolfgang Horak, Geschäftsführer von Fujitsu Siemens Computers (FSC) zur Situation im PC-Geschäft. Insbesondere im Marktsegment "Privatkunden" stehe ein "radikaler Wechsel" bevor. Künftig werden die Computernutzer nur noch einen Notebook-Computer nutzen wollen, auf dem sie auch ihre privaten Unterlagen sowie Musik, Video oder Bilder abgespeichert haben.

Für Unternehmen bedeutet das eine Trennung der privaten Daten von den Firmendaten. Durch Desktop-Virtualisierung können so die beiden Bereiche getrennt werden, meint Horak. Der Nutzer bekommt dann beim Andocken an das Firmennetzwerk das "Firmen-Desktop" auf den Bildschirm und den Zugang zum Unternehmensnetz. Wenn der Notebook-Computer wieder vom Netz genommen wird, dann wird auch der Zugang zur Firmensoftware geschlossen. "Dadurch steigt die Mitarbeiterzufriedenheit und vor allem auch die Sicherheit in den Unternehmensnetzwerken", sagt Horak.

Gleichzeitig mit dem Nutzerkomfort und der Sicherheit geht der Trend zum maßgeschneiderten PC. "Wir werden deshalb auch künftig die Breite unseres Portfolios anbieten und in allen Preissegmenten vertreten sein", erklärte Horak. Das bedeutet: Für die Firmenkunden die Life-Book-Serie, für den Privatkunden die "Amilo-Serie". Für beide Segmente werden ab 15. Juli bis zum Jahresende mehrere neue Modelle auf den Markt kommen, sowohl mit Chipsets von Intel als auch von AMD. Auch im Tiefpreissegment wird FSC im heurigen Herbst einen Billig-Laptop auf den Markt bringen. Zwischen 300 und 400 Euro soll das Gerät kosten. Horak dazu: "Vorne steht die 3, hinten ein größerer Wert."

Die Marke im Deckel
FSC setzt in Zukunft verstärkt auf Design - sowohl bei Servern als auch bei PCs, Notebooks oder Keyboards. Insbesondere beim Privatkundengeschäft will das Unternehmen mit der Amilo-Serie in einem neuen Design punkten und stärker positionieren. Eindeutiges Erkennungszeichen: die Geräte sind in schwarz-weiß gehalten. Und ein Novum: Der Schriftzug des Unternehmens soll bei ausgewählten Notebookmodellen vom Deckel verschwinden - zugunsten des Kunstwortes (ohne Bedeutung) und Markennamens "Amilo". FSC wandelt dabei auf den Pfaden von Unternehmen, die am Deckel des Notebooks einen Apfel oder ähnliche Symbole eingesetzt haben. Eine zusätzliche Vertriebsschiene oder eine Art Flagshipstore à la Apple ist jedoch nicht geplant. Der Vertrieb soll wie bisher über die vier Großhändler sowie die großen Einzelhandelsketten abgewickelt werden.

"Doch Design ist nicht alles", meinte Harfmann. Mit einer externen Grafikkarte, die Nutzern ermöglicht die stets verbesserten, hochwertigen neuen Games zu spielen will man am Markt reüssieren. Ebenso entwickelt das Unternehmen derzeit ein "Wireless USB". Über diese drahtlose Schnittstelle sollen kabellos Videokameras, TV oder Fotoapparat an den PC angeschlossen werden.

Die Nummer zwei festigen
Das Ziel des Unternehmens ist den Marktanteil in Österreich von derzeit 12,5 Prozent auf 14 bis 15 Prozent bis Ende 2009 zu steigern. Damit hat FSC als Nummer zwei am Markt einen halb so hohen Marktanteil wie der Marktführer Hewlett-Packard. "Wir haben im ersten Quartal ein Wachstum von 33 Prozent erzielt", erklärt FSC-Chef Horak. Der Markt wächst derzeit um rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch nicht nur mit Hardware, sondern auch mit Software und Service will FSC stärker punkten. Mit einer engeren Verzahnung mit den Partnern sowie Großhändlern will FSC den Wünschen und Bedürfnissen im Vertriebskanal mehr Rechnung tragen.

FSC hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 264 Mitarbeitern einen Umsatz in der Höhe von 282 Millionen Euro erzielt. Die Konsolidierung infolge der Übernahme von Mitarbeitern der Siemens-Tochter SBS sei abgeschlossen, erklärte Horak. Eigentümer von FSC sind jeweils zu 50 Prozent Fujitsu und Siemens.

 

 

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