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Eine Japanerin hat den Avatar ihres Online-Ehemanns ermordet. Kurze Zeit später meldete sich die reale Polizei.
(Tokio, 24.10.2008) Wer in Japan im virtuellen Leben einen Mord begeht, muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen: Eine Frau wurde von der Polizei festgenommen, nachdem sie ihren Online-Ehemann im Multiplayer-Internet-Spiel "MapleStory" getötet hatte. Der virtuelle Ehemann wollte sich von seiner Ehefrau scheiden lassen. Daraufhin ermordete die Japanerin den Avatar ihres Mannes. Kurze Zeit später erschien allerdings die reale Polizei und nahm die Frau fest.
Der Frau wird aber nicht Mord, sondern der unberechtigte Zugang zum Account des Ex-Online-Ehemanns, der übrigens in der realen Welt rund 1.000 Kilometer von ihr entfernt wohnt, vorgeworfen. Sie benutzte seine Zugangsdaten um sich unter seinem Namen einzuloggen und löschte auch den Avatar ihres Online-Ehemanns. Die plötzliche Scheidung habe sie sehr wütend gemacht, begründet die Frau ihre Tat. Eine formelle Anklage gibt es noch nicht. Bei einer Verurteilung drohen der Frau bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe von rund 5.000 Dollar.
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