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Der Begriff "gruscheln", geprägt von der Community der Social-Networking-Plattform StudiVZ, schaffte es auf Platz zwei.
(Graz, 13.12. 2007) Die siebenköpfige Fachjury des österreichischen Worts des Jahres hat "Bundestrojaner" einstimmig zum Sieger erklärt. An der Wahl konnten sich via Internet auch Privatpersonen beteiligen. Zum Unwort des Jahres wurde "Komasaufen " gekürt, "The world in Vorarlberg ist too small" heimste die Lorbeeren für den Spruch des Jahres ein.
Eindeutige Wahl eines umstrittenen Programms Das als Bundestrojaner bezeichnete Computerprogramm zum Ausforschen privater und geschützter Daten " verweist in knapper Form und zugleich auf pointierte Weise auf aktuelle Entwicklungen im gegenwärtigen öffentlichen Leben unseres Landes, die höchst umstritten, aber offizielle staatliche Politik sind", heißt es in der Wahlbegründung seitens der Jury vom Institut für Germanistik der Uni Graz. In Deutschland hat es der virtuelle Spion lediglich auf Platz sieben der Begriffs-Hitliste geschafft.
Grüßen + Kuscheln Auch das zweitplatzierte Wort stammt aus dem Computeralltag. "Gruscheln" ist eine Neubildung aus grüßen + kuscheln und entstand ursprünglich in Deutschland im Rahmen der Internet- und Informationsplattform StudiVZ. Es beschreibt die freundliche Annäherung mit anderen Mitgliedern der Plattform und verweist darauf, "dass durch die neuen Kommunikationsformen des Internets neue Formen der Kontaktaufnahme und Beziehungsstiftung und damit verbundene Sprachneuschöpfungen entstehen und der Verbreitung dieser neuen Wörter keine Grenzen gesetzt sind".
Sieger-Sager und Unwörter Zum Spruch des Jahres 2007 hat es der peinliche Satz "The world in Vorarlberg ist too small" aus einem Bewerbungsschreiben des ehemaligen Vizekanzlers Hubert Gorbach geschafft. Das stigmatisierende Wort "Komasaufen" wurde zum Unwort des Jahres gewählt, gefolgt von "gendern" und "Kindergeldsünder".
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