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Google: Kritiker warnen vor Übermut

 

Steigt Google nun ins Mobilfunkgeschäft ein? Kritiker verfolgen die Aktivitäten des Konzerns mit Skepsis.

(Wien, 3.12.2007) Bei Google gibt's fast täglich News. Der Suchmaschinenbetreiber kündigt stets neue Projekte an. Kritiker verfolgen die Entwicklung inzwischen mit Skepsis und warnen den Konzern vor Übermut oder gar Größenwahn, berichtet "dpa".

Google als Mobilfunker
Auslöser für diese Bedenken ist das Ende der Anmeldefrist zur Versteigerung weiterer Mobilfunklizenzen in den USA. Schon Mitte November wurde bekannt, dass sich Google mit einem Angebot in Höhe von mehr als 4,6 Milliarden an der Auktion beteiligen will. Dabei handelt es sich um 700-MHz-Frequenzen, die 2009 frei werden, wenn alle TV-Sender auf den digitalen Betrieb umgestellt haben. Die Auktion findet nach Prüfung der Bewerbungen Ende Jänner statt.

Ein taktischer Schritt?
Experten rechnen bei der Versteigerung mit einem Endpreis von sechs Milliarden Dollar. Angeblich will sich Google damit Einfluss auf den mobilen Werbemarkt sichern. Kritiker fragen sich, ob es nötig ist, deshalb selbst Mobilfunklizenzen zu kaufen. "In ihrer Arroganz sind sie außer Kontrolle geraten", meint Dennis Kneale vom US-Wirtschaftskanal CNBC. Einige Experten werten die Beteiligung an der Auktion als Strategie von Google. Das Unternehmen wolle gar nicht unbedingt selbst Mobilfunk betreiben, sondern nur die wohl auch teilnehmenden Branchenriesen AT&T und Verizon unter Druck setzen, so die Vermutungen. 

Erster Erfolg
Offenbar will Google damit erreichen, dass mobiles Internet und dadurch auch Werbung auf Handys sich stärker verbreiten. Ziel des Unternehmens sei die Schaffung eines offenen Breitbandnetzwerkes, in dem jedes Gerät und jede Software-Anwendung genutzt werden kann. In diesem Punkt kann Google bereits einen ersten Erfolg verbuchen: Die für die Auktion zuständige Federal Communications Commission (FCC) hat auf Verlangen von Verbraucherschützern und Google bestimmt, dass der Sieger sein Netz für Handys, Internet-Applikationen und Software jeglicher Art öffnen muss.

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