Zynga, Unternehmenskultur, Übernahme, Angry Bird

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Zyngas Übernahme-Angebot von Angry Bird abgelehnt

 

Zyngas großzügige Angebote die Spieleentwickler-Firmen PopCap und Rovio zu kaufen, wurden von den Unternehmen abgelehnt. Gerüchten zufolge scheitern die Versuche, andere Unternehmen aufzukaufen vor allem an Zyngas Unternehmenskultur und Mitarbeiterführung.

 

(28.11.2011, 16:00) Gerüchten zufolge soll Rovio, der Entwickler der Angry Birds Serie, Zyngas 2,25 Milliarden Dollar-Angebot aufgrund der fragwürdigen Unternehmenskultur des Spieleherstellers abgelehnt haben. Auch PopCap, ein Unternehmen, welches Spiele wie Plants vs. Zombies oder Peggle entwickelt, stieg nicht auf Zyngas 1 Milliarde Dollar-Angebot ein, da die harten unternehmensinternen Konkurrenzkämpfe und Probleme mit der Rücknahme von Aktien-Optionen offensichtlich an der Seriösität des Unternehmens zweifeln lassen.

 

Zynga ist ein US-Unternehmen, welches Browserspiele betreibt, die innerhalb sozialer Netzwerke wie Facebook und Myspace, sowie auf der unternehmenseigenen Seite gespielt werden können. Vor allem mit FarmVille, Mafia Wars und ZyngaPoker wurde das Unternehmen rasch bekannt und konnte sich schnell zu einem der wichtigsten Internet-Spielehersteller entwickeln. Allerdings scheint das Start-Up mit diesem explosionsartigen Wachstum nicht umgehen zu können, da die Unternehmenskultur des Spieleherstellers, zumindest nach einem Bericht der New York Times, sehr zu wünschen übrig lässt.

 

Zahlreiche frustrierte Mitarbeiter beschweren sich über zu lange Arbeitszeiten und Deadline-Vorgaben, die einiges von ihnen abverlangen. Leitende Manager, die lieber anonym bleiben wollen, bestätigen den harten internen Konkurrenzkampf. Ihnen zufolge werden die Leistungen der einzelnen Teams genau mittels eigener Bilanzierungen festgehalten. Mit strengen Zielvorgaben und Ergebniskontrollen sollen Abweichungen exakt festgehalten und der interne Wettbewerb gefördert werden.

 

Für zahlreiche Angestellte bedeutet dies aber enormen Stress und Zeitdruck. Frühere Mitarbeiter von Zynga berichten über emotional geladene Rangkämpfe – vor allem in den oberen Managementebenen. Laute Auseinandersetzungen, Wutausbrüchen und Tränen seien an der Tagesordnung.

 

Das Start-Up, welches erst vor vier Jahren gegründet wurde, steht nun kurz vor dem Börsengang und wird durch den Verkauf von Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar sein Kapital aufstocken.

 

Für die Zukunft stellt sich die Frage, wie Zynga mit seinen Mitarbeiter- und Managementproblemen umgehen wird. Die jetzige Strategie ist sicherlich nicht für jeden geeignet. Top-Performer erhalten bei Zynga als Entschädigung für die harten Arbeitsbedingungen enorme Gehälter und Vergünstigungen der anderen Art: Als Mafia Wars vor zwei Jahren die angestrebte Nutzerzahl erreicht hat, wurde das gesamte Entwicklungsteam zum Feiern nach Las Vegas geschickt, wobei keine Kosten gescheut wurden. 80 Flugtickets, 500 Dollar bar pro Person und Luxushotelaufenthalt lies das Unternehmen springen, um die Entwickler bei Laune zu halten.

 

Ob diese extreme Form der Personalführung aber weiterhin funktionieren wird, bleibt abzuwarten, vor allem wenn man bedenkt, dass mit der Börseneinführung sicher weiterer Herausforderungen an das Unternehmen getragen werden.

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