(3.5.2011, 11:55) Julian Assange wartet noch immer in Großbritannien auf seine Abschiebung nach Schweden wegen der Anklage wegen Vergewaltigung. Dennoch ist er noch immer aktiv und wurde von Russia Today über die Rolle von Social Media bei den Revolutionen im arabischen Raum interviewt.
Zur Rolle von Social Networks wie Facebook warnt Assange: „Hier haben wir die umfangreichste Datenbank der Welt über Leute, ihre Freundschaften, ihre Namen, ihre Adressen, ihre Aufenthaltsorte, ihre Kommunikationen mit anderen und ihre Verwandten – alles aufgehoben in den USA und alles zugänglich für die US-Geheimdienste.“
Nach Assange endet das nicht bei Facebook. Er glaubt, dass auch andere Organisationen wie Google, Yahoo und andere große US-Untgernehmen „eingebaute Schnittstellen für die US-Geheimdienste“ haben:
„Es geht nicht nur gerichtliche Aufforderungen zur Datenherausgabe, sie haben eine Schnittstelle entwickelt zur Benutzung durch die US-Geheimdienste. Nun, wird Facebook vom Geheimdienst betrieben? Nein, das ist es nicht. Es ist ganz einfach so, dass die US-Geheimdienste politischen und juristischen Druck auf sie ausüben. Es ist für sie zu teuer die Datensätze einzeln auszuhändigen, deshalb haben sie den Prozess automatisiert.“
Der Wikileaks Gründer warnt Facebook User, dass das Hinzufügen von Freunden in Facebook sozusagen unbezahlte Arbeit für die Geheimdienste ist und ihnen beim Aufbau einer elektronischen Datenbank hilft.
In dem Video kommt Assange etwa bei Minute 2 zu seinen Gedanken über Facebook, Google und Yahoo: