Was Googles Änderungen der Nutzungsbedingungen für den User bedeuten

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Was Googles Änderungen der Nutzungsbedingungen für den User bedeuten

 
 

Eine differenziertere Betrachtungsweise als die pure Ablehnung scheint angebracht. Google bietet doch viele Möglichkeiten sich vor Unerwünschtem zu schützen.

 

(27.1.2012, 14:45) Vor drei Tagen hat Google eine ziemlich radikale Änderung seiner Nutzungsbedingungen bekannt gegeben. Statt heute 70 einzelnen Dokumenten für verschiedene Dienste soll es ab März nur noch eines geben. Die Daten würden nach wie vor nicht nach außen getragen, betont Google. Aber die Daten der User aus allen Diensten werden nun an einer Stelle zentral pro User gesammelt und kombiniert.

Die Kritiken daran waren zunächst sehr negativ - auch von uns. Doch eine differenziertere Betrachtung, liefert eine weit nicht so negative Bewertung, denn Google lässt dem Nutzer viele Steuerungsmöglichkeiten. Und Nutzerdaten hat Google schon immer gespeichert.

Die Grundkritik, dass dadurch noch ein besseres Targeting der Werbung mögliche, ist einfach zu entkräften. Das sind sie allerdings schon lange auf Grund der Suchanfragen. Das Targeting von Werbung lässt sich allerdings supereinfach abschalten. Man braucht nur auf diesen Link zu klicken. Auf der Seite wird erklärt, welches deine Kategorien sind. Man kann sie entfernen und bearbeiten und auch demografische Merkmale hinzufügen, so man dazu Lust hat. Sogar das auf deinem Computer verwendete Cookie wird gezeigt.

Ein Klick auf „Deaktivieren“ in der linken Spalte bringt folgenden Screen:

Und hier kann man mit einem Klick personalisierte Display-Netzwerkanzeigen von Google ausschalten. Ok, Punkt also abgehakt.

Android Smartphones kann man durchaus auch ohne Anmeldung verwenden. Damit ist das Handy für Google nicht sichtbar. Natürlich gibt es Services wie etwa den Market, Gmail oder Google+, für die man sich anmelden muss. Aber man kann auch andere App Stores oder das eigene E-Mail Konto oder Facebook nutzen und dafür ist keinerlei Anmeldung bei Google erforderlich. Punkt also auch abgehakt.

Und über Einstellungen, Standort und Sicherheit lässt sich jegliches Tracking ebenso einfach abschalten, man braucht nur „Drahtlosnetzwerke verwenden“ abzuhaken.

Wie ist es nun mit der Suche? Vor allem an der „Search Plus Your World“ gab es massive Kritik und ich gestehe, dass mich das auch nervt. Allerdings kann man auch das sofort abschalten. In der deutschen Version muss man sich dazu abmelden, in der US Version gibt es bei jeder Suche einen Toggle, mit dem man Hin- und Herschalten kann. Kommt hoffentlich auch noch in der deutschen Version und dann ist auch dieser Punkt abgehakt.

Wenn man Google unterstellt, dass der Vereinheitlichung von 70 Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen auf eine einzige, positive Absichten zu Grunde liegen, kann man das nur begrüßen.

Jetzt wird es mehr zu einer Frage des persönlichen Geschmacks, ob man mehrere Google Services nutzen will oder nicht und alle Eier in einen Korb legen will. Was natürlich den Vorteil hat, dass man weiß, wo die Eier liegen.

Und was Google angekündigt hat, klingt nach einem Superservice: "Wir können Sie darauf hinweisen, dass Sie spät dran für ein Treffen sind, ausgehend aus Ihrem Aufenthaltsort, ihrem Kalender und einer Vorstellung von dem aktuellen Verkehr."

Also, ich sehe die Sache nun jedenfalls recht entspannt. Allerdings werde ich grundsätzlich meine Daten auf meinem eigenen Computer behalten und da vor allem so Dinge wie Mails, Kalender oder Kontakte. Google soll schon völlig überraschend User von einem Moment auf den anderen gesperrt haben und auch das Megaupload Beispiel finde ich persönlich sehr abschreckend. Da haben die Feds mit einem Schlag Hundertausenden von Usern den Zugriff auf ihre Daten gesperrt.

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