Die Idee der Ultrabooks ist nicht wirklich neu, trotzdem setzt Intel alle Hoffnungen in diese Produkte. Das Unternehmen erhofft sich mit diesen Produkten den Konkurrenten ARM vom traditionellen PC Markt fern zu halten. ARM dominiert den Bereich für Smartphone- sowie Tablet-Prozessoren, auf dem Intel bis jetzt noch nicht Fuß fassen konnte. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass ARM auch den traditionellen PC Markt erschließen möchte.
(12.01.2012; 13:00) Intel sorgt auf der CES aufgrund seines neuen Ultrabooks für Schlagzeilen. Das Unternehmen möchte dieses Produkt enorm pushen und hat daher viel Geld in Marketingmaßnahmen gesteckt. In die Vermarktung des neuen Designs von tragbaren Computern hat Intel 300 Millionen Dollar investiert.
Die Maßnahmen dürften durchaus Früchte tragen, was zumindest Media Relations Manager Robert Manetta verkündete. Er ist beeindruckt von der Kundenrezeption dieses Geräts. Besonders da diese Kategorie erst 7 Monate alt ist und die Geräte selbst erst seit 4 Monaten auf dem Markt sind. Die Berichterstattung über die Ultrabooks ist sehr positiv, denn sie werden als ein definierender Trend der diesjährigen CES behandelt.
Es wird viel darüber diskutiert, dass der Ursprung von Ultrabooks eigentlich im Apple Produkt MacBook Air von 2008 liegt. Somit sind diese Geräte nicht nur erst Jahr alt und eigentlich auch keine neue Idee, sondern nur eine schlanke sowie clevere Weiterentwicklung eines bereits bewährten Notebook-Designs. Trotzdem versucht Intel dieses Produkt als neue Ära des Computerzeitalters zu verkaufen. Ein zentrales Ziel dieser Kampagne ist es zu einem Konkurrenten für Apple Mac Air zu werden.
Der PC Markt hat 2011 mehr oder weniger stagniert und es wurden keine besonderen Zuwächse der Umsätze verzeichnet. Dies traf besonders auf die Umsätze im Bereich der Prozessoren zu. Entgegen dem Markttrend, hat Apple seine Umsätze aufgrund der MacBook Air Linie erhöhen können. Das Unternehmen hat ein Rekord-Quartal hinter sich, denn sowohl der Umsatz als auch der Marktanteil von Apple ist gestiegen. Seit einer dramatischen Entwicklung bei IBM Chips 2006, wird die gesamte ionische Produktfamilie mit Intel Prozessoren betrieben.

Der Ursprung dafür, dass Intel Ultrabooks fördert, liegt aber nicht in der Veröffentlichung der MacBook Air Reihe, sondern mit der Markteinführung des iPhones. Das iPhone stellte eine radikale Abkehr von Mainstream Smartphone-Design dar und als solches entwickelte es neue Märkte sowie Wege für Verbraucher, um unterwegs einen Computer zu nutzen. Das iPhone und seine Nachfolger von Google, RIM, Microsoft sowie Nokia verwenden keine tragbaren Chips von Intel. Das ist der Grund warum Intel auf dem Sprung ist und fieberhaft daran arbeitet, sich auf diesem Markt zu etablieren. Bis jetzt war der Chip-Hersteller noch nicht in der Lage, Chips mit einem ähnlichen niedrigen Energieverbrauch bei vergleichsweiser hoher Rechenleistung wie der Konkurrent für mobile Prozessoren ARM zu entwickeln.
Nach dem iPhone kam das iPad und auch dieses hat einen völlig neuen Markt für mobile PCs erschaffen. Diese Entwicklung hat ebenso nichts mit Intel zutun, denn die Vielzahl der Android Tablets, der Amazon-Fire- sowie Window-Phone-Tablets werden mit ARM Chips betrieben. In diesem Bereich wurden Millionen von Geräten verkauft und Intel hat nichts davon. Gerüchte über ein noch leistungsfähigeres iPad 3, das bald auf den Markt kommen soll, wird den traditionellen PC-Markt mit Sicherheit noch mehr verändern. Es gibt Spekulationen, dass Apple auch bei seinen Desktop-Lösungen von Intel auf ARM-Prozessoren umsteigen möchte und bereits daran arbeitet. Laut ersten Testversuchen sollen die technischen Vorteile von Multi-Threaded-Computing sowie der niedrige Stromverbrauch enorm sein. Ein solcher Schritt wäre für Intel nicht gerade von Vorteil.
Die Entwicklungen auf dem Smartphone- sowie Tablet-Markt erklären, warum Intel Ultrabooks fördern möchte. Es ist ein riesiges, teures Manöver um Umsätze mit Intel-betrieben Notebooks zu erwirtschaften, deren Ursprung eine Apple Innovation ist. Intel versucht gleichzeitig seinen Marktanteil im Bereich der Prozessoren für normale PCs gegenüber der Konkurrenz zu verteidigen. Dieser Schutz könnte länger erhalten bleiben, wenn Intel die Verbraucher von Ultrabooks überzeugen kann.
Intel hat vor kurzem einen Multi-Jahres-Vertrag mit Motorola unterzeichnet. Mit diesem Vertrag kann Intel Smartphones und Tablets von Motorola mit dem neuen Atom "Medfield" Prozessor ausstatten. Das erste Smartphone ist ein Android-Gerät, welches durch den Google Kauf von Motorola Mobility beeinflusst wurde. Dieses erscheint in der zweiten Hälfte des Jahres. Fünf Jahre nachdem das iPhone auf dem Markt gestartet ist, erscheint das erste Smartphone mit einem Prozessor von Intel.
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