(17.2.2011, 12:40) 2.250.000 Facebook-Accounts und 37.000 Twitternutzer gibt es aktuell in Österreich. Damit wird das Thema auch für Betriebe immer interessanter. Mit der Studie zur Social Media-Nutzung der heimischen Wirtschaft des E-Centers der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) liegen erstmals repräsentative Informationen für österreichische Unternehmen vor.
Die Ergebnisse: Österreichs Unternehmen setzen zunehmend auf soziale Medien. Bei der im Jänner 2011 durchgeführten Studie gaben 48 Prozent der Betriebe (Geschäftsführer, Selbstständige und IT-Verantwortliche) an, soziale Medien zu nutzen. Vor einem Jahr waren es erst 39 Prozent. Facebook, Twitter und Xing sind dabei die beliebtesten Plattformen: 77 Prozent der in sozialen Medien aktiven Unternehmen nutzen Facebook, 56 Prozent verwenden Xing, bereits 24 Prozent setzen auf Twitter.
Haben sich Unternehmen einmal für die Nutzung sozialer Plattformen entschieden, sind sie dort sehr aktiv: Bei der Umfrage der WKÖ gaben zwei Drittel der Nutzer sozialer Medien an, zumindest wöchentlich Neuigkeiten zu posten, 18 Prozent tun dies sogar täglich.
Ohne Strategie ins Social-Media-Abenteuer
Bei allem Eifer, den Österreichs Unternehmen in sozialen Medien an den Tag legen – bei der Frage nach dem Nutzen dieser Bemühungen herrscht teilweise noch Orientierungslosigkeit. So sehen 41 Prozent der befragten Unternehmer den Nutzen ihres Engagements für ihr Geschäft nicht konkret. Immerhin 36 Prozent sehen positive Ergebnisse, am meisten profitieren sie bei der Neukunden- und Neugeschäftsanbahnung. Wie die WKÖ-Studie aufdeckt, verfolgt nur ein Viertel jener Unternehmen, die bereits in sozialen Medien aktiv sind, strategische Ziele bei der Nutzung dieser Plattformen. Die Imagepflege wird hier als vordringliches Ziel genannt, gefolgt von Neukundengewinnung und Kundenbindung.
Neben konkreten Zielen fehlen oftmals auch bestimmte Vorgaben: "In zwei Drittel aller Unternehmen, die Social Media nutzen, gibt es keinerlei Richtlinien für die Nutzung. Nur 22 Prozent haben bereits eigene Guidelines zur Nutzung sozialer Medien entwickelt, weitere 11 Prozent planen, derartige Richtlinien einzuführen", betont Gerhard Laga, Leiter des E-Centers in der WKÖ. "Die Studie zeigt die Unsicherheit vieler Unternehmer bei sozialen Medien. Sie fragen sich, wie Erfolg in sozialen Medien überhaupt erkennbar ist. Das liegt daran, dass sich viele ohne konkrete Strategie ins Abenteuer stürzen", so Laga.
Schwerpunkt Social Media am eDay
Auch beim E-Day am 3. März 2011 sind soziale Medien und die Nutzung in Unternehmen ein zentrales Thema. In rund 90 Vorträgen,
Podiumsdiskussionen und Workshops wird diskutiert, welche Social Media-Plattformen zu welchem Unternehmen passen oder ob ein Unternehmen heute wirklich eine Fan-Seite auf Facebook braucht. Aktuelle Trends aus der Welt des Onlinemarketing sowie Sicherheit im Internet, Cloud Computing und die Medien der Zukunft sind weitere Programmpunkte. Die Online-Anmeldung zum E-Day 2011 ist ab sofort auf www.eday.at möglich. Der Besuch ist kostenlos.