Trojaner erpresst Facebook-Nutzer

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Trojaner erpresst Facebook-Nutzer

 
 

Ein Trojaner blockiert bei einigen Nutzern den Zugriff auf das Profil und fordert 20 Euro für die Entsperrung des Kontos.

 

(19.01.2012, 13:45) Ein neuer Trojaner, der auf Facebook sein Unwesen treibt, fordert von Nutzern die Zahlung von 20 Euro für die Entsperrung ihres Accounts. Statt der gewöhnlichen Profil Seite erscheint eine von Hackern designte Website im Facebook-Look, die angibt, dass der Account vorübergehend gesperrt ist und man 20 Euro bezahlen müsse, um seine persönlichen Daten zu verifizieren.

 

 

Die Bezahlung soll dabei über Ukash erfolgen, welches ein Bezahlsystem ist, bei dem man den Empfänger der Überweisungen nicht identifizieren kann. Der Trick dabei ist, dass bei dem System Bargeld gegen Gutscheincodes eingelöst wird. Auf der von den Online-Kriminellen betriebenen Seite wird gefordert, dass man einen Gutschein in der Höhe von 20 Euro erwerben muss und das Profil erst bei Eingabe des Codes wieder freigeschaltet wird. Somit ist das Zurückverfolgen des Empfängers der Zahlung nicht möglich.

 

Bei dem Trojaner soll es sich um eine Variante des Schädlings Carberp handeln, der vermeintlich das Facebook-Konto des Nutzers sperrt. Carberp verhält sich ähnlich wie Varianten des bekannten BKA-Trojaners, welche den gesamten Rechner sperren und angeben, dass dieser erst gegen Zahlung wieder freigegeben wird. Dies als Ransomware oder als Lösegeld-Trojaner bezeichnete Malware ist weit verbreitet. Die Bezahlung des angegebenen Betrages hat natürlich keinen Effekt. Wer der Aufforderung nachkommt, ist sein Geld in der Regel los.

 

Carberp ist ein Trojaner-Baukasten, der bisher vor allem zur Manipulation von Online-Banking-Transaktionen eingesetzt wurde. Verbreitet wird die Schad-Software meist durch PDF- und Office-Dateien.

 

Gegen den Facebook-Trojaner kann man sich aber schützen. Wenn der PC mit dem Carberp Trojaner infiziert ist, schafft das Microsoft Tool zum Entfernen bösartiger Software Abhilfe. Um derartige Malware im Vorhinein zu umgehen, soll man Dateien nur von Seiten herunterladen, denen man vertraut. Auch die Installation eines Virenscanners kann empfohlen werden, der allerdings stets aktualisiert werden soll, um in der Lage zu sein auch neuere Varianten der Schad-Software zu erkennen.

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