Test Internet Explorer 9: stabil, schnell und stromsparend

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Seit rund drei Wochen steht der Internet Explorer 9 in der Version Release Candidate zur Verfügung. Meine bisherigen Erfahrungen damit sind sehr positiv

(3.3.2011, 15:10) Da ich eben meinem Browser Wirrwarr durch Löschen des Firefox und Chrome ein Ende gesetzt habe, wird es Zeit erste Erfahrungen weiterzugeben. Zugegeben, mein Notebook ist schon fast fünf Jahre alt und Vista durch viele Installationen und Deinstallationen nicht gerade stabiler geworden.

Mit IE 9, den ich seit dem 10. Februar in der Version Release Candidate nutze, hatte ich noch nie einen Absturz. Ganz im Gegensatz zu Chrome und Firefox, die vor allem bei Seiten mit Flash Inhalten gerne einen Absturz, mitunter sogar einen Bluescreen produzieren.

Beste Performance
Zum Thema Schnelligkeit wurde schon vielfach beichtet, dass der IE 9 bei weitem den schnellsten Seitenaufbau hat. Dies demonstriert Microsoft gerade auch auf der CeBit anhand verschiedener Benchmarks, die vor allem im Multimedia-Bereich mit Flash und aufwändigen Webseiten ansetzten. Hier schnitt der Release Candidate des Internet Explorer 9 deutlich besser ab als die Konkurrenten wie Mozilla Firefox oder Google Chrome. Vor allem bei SpeedRead-Test sind die Unterschiede enorm, der IE9 bewältigt die Aufgabe in sieben Sekunden, während etwa Chrome über eine Minute für einen Durchlauf braucht.

Das entspricht durchaus meiner persönlichen Erfahrung. Allerdings, das Starten des Browser selbst und das Öffnen einer neuen Registerkarte ist langsamer als bei Chrome und Firefox.

User Interface
Die Oberfläche wurde neu gestaltet und der IE 9 bietet nun den meisten Platz für Inhalte. Allerdings wurde dafür das Feld für die Adresse links neben die Register platziert und stark verkleinert. Ich brauche immer wieder die URLs und mich persönlich stört das kleine Feld und auch dass den Registern Platz genommen wird, habe ich doch meist mehr als 5 offen.

Was mir auch abgeht ist Feedback über den Ladezustand einer Seite. Beim IE 8 gab es noch einen Balken, der den Fortschritt anzeigte. Jetzt gibt es nur mehr ein kreisendes Ringerl, das nichts aussagt. Bei einem sehr schnellen Internetanschluss ist das meist egal, aber beim langsameren, und in meinem Fall häufig genutzten, mobilen Internet fehlt mir das Feedback.

Sehr gut gelöst finde ich die Steuerung des Browsers. Rechts oben hat man Zugang auf die Lesezeichen, die man entweder nur ausklappt oder links fixiert. Das Ausklappen geht aber so schnell, dass Fixieren nicht mehr nötig ist, was neuerlich ein gute Platzeinsparung ermöglicht. Auch die anderen Steuerelemente sind übersichtlich und intuitiv angeordnet.

Was allerdings gründlich nervt ist, dass sich der Brwoser nichts merkt. Will ich Bilder Downloaden, macht er hartnäckig immer den „Bilder“-Ordner auf, statt dem, den ich beim vorigen Download offen hatte. Aber was Ordnerstrukturen anlangt ist Microsoft ohnehin ein eignes Kapitel.

Der Akku und der IE
Laut Microsoft soll der IE auf Notebooks besonders energieeffizient arbeiten. Das erklärte Microsoft-Technikberater Daniel Melanchton am Mittwoch auf der Computermesse Cebit in Hannover. Der Browser beobachtete, auf welchem Rechner er gerade läuft. Ist es ein Notebook, das gerade den Akku nutzt, dann stellt sich der IE 9 darauf ein und ermöglicht es dem Prozessor des Notebooks, auch Pausen einzulegen, wenn er gerade nicht gebraucht wird. Das schont den Akku und soll zu längeren Laufzeiten führen. Um den Prozessor zu entlasten, wird auch, wenn dies möglich ist, auf den Prozessor der Grafikkarte zurückgegriffen und so die Darstellung von Websites beschleunigt.

Das entspricht nicht meiner Beobachtung. Der Task Manager zeigt manchmal recht heftige Aktivitäten des IE 9 Prozesses an, obwohl ich den Browser nicht angreife. Das allerdings im Netzbetrieb.

Fazit
Mein Fazit habe ich schon eingangs erwähnt. Ich habe alle anderen Browser gelöscht und nutze nur mehr den IE 9. Allerdings – der IE 9 ist nur für Vista und Windows 7 verfügbar, unter XP läuft er nicht mehr.

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