(27.7.2011, 17:20) Wer Facebook und Twitter kennt, wird auf Google+ sehr rasch seine blauen Wunder erleben. Denn G+ funktioniert teils komplett anders, ja sogar dank „Erweiterte Kreise“ fast reziprok zu dem, was wir aus anderen Netzen kennen. Aber schon der Reihe nach. Aber beginnen wir mit dem Einfachen, dem Logischen.
Takeout – Sichere Deine Daten
Google hat es offenbar wirklich einfach gemacht, seine Daten rasch und komplett in einem eigenen Umfeld, also auf der eignen Festplatte zu sichern. Man braucht nur auf https://www.google.com/takeout/ zu gehen und auswählen was genau man sichern will. Nach kurzer Zeit wird man informiert, wenn Google mit dem Sammeln der Daten fertig ist und dann kann man einfach einen Zip-Download starten.
Hat man beispielsweise in der G-Plus-App bei den Fotos „Instant Upload“ angehakt, so kann man sich damit die auf Picasa automatisch gesicherten Handyfotos von zeit zu Zeit ganz einfach gesammelt herunterladen. Die Downloads werden offenbar auch von Google gespeichert, denn wenn man einen weiteren Download anstößt, sieht man auch die früheren.
Multi-User-Konten
Nun kommen wir bereits zu den schrägen Funktionen in G+. Bekanntlich hat ja Google kürzlich die Konten von Usern massenhaft gelöscht, die nicht ihren echten Namen angegeben haben. Das trifft aber offenbar nicht auf Google Mitarbeiter in Sydney zu. Da gibt es einen Infrastructure Engineer namens Gowtham S, dessen Familienname im Reisepass wahrscheinlich nicht „S“ ist, der aber dennoch unter S in G+ zu finden ist.
Und dieser „S“ führt uns nun in das Konzept der Multiuser Konten ein. Offenbar gibt es in Google die Möglichkeit die verschiedensten Services inklusive Google+ unter verschiedenen Identitäten zu nutzen und zwischen diesen Hin und Her zu schalten.
Unter der URL https://www.google.com/accounts/MultipleSessions findet sich dann das folgende:

Bevor man das aber verwenden darf muss man mit dem Anhaken von einigen Kontrollkästchen bestätigen, „dass Sie verstehen, wie die Mehrfach-Anwendung verwendet wird“.
Also offenbar gibt es auch in Google+ eine Möglichkeit Pseudonyme zu verwenden. Google gibt sogar dann noch gute Tipps, wie man in den verschiedenen Browser verschiedene Konten parallel verwenden kann.
Also, was nun? Echter Namen oder gleich mehrere Pseudonyme?
Im nächsten Posting befassen wir uns mit den Erweiterten Kreisen.