(16.11.2011, 14:24) Nach Angaben von Facebook wurden weder Konten noch Daten geklaut. User wurden dazu gebracht, JavaScript-Codes in Browser zu kopieren, wodurch dann automatisch im Namen des Anwenders Links zu Bildern von Promis beim Geschlechtsverkehr und Fotos mit Gewalt gegen Tiere gepostet werden.
Diese Art von Spam ist zwar nicht neu auf Facebook, aber die Intensität hat sich gegenüber dem bekannten Attacken in Sachen Spam auf Facebook deutlich erhöht. Innerhalb von 24 Stunden überrollte die Angriffswelle das gesamte soziale Netzwerk. Mittlerweile spricht Facebook von einem koordinierten Angriff und hat mitgeteilt, dass die Entwickler an einer Lösung arbeiten.
Besonders bemerkenswert bei der Spam-Welle sind nicht die bereits bekannten und anscheinend auch diesmal als Köder ausgeworfenen Links mit Bildern von Kim Kardashian und anderen Sternchen, sondern die aus einem Klick resultierenden Spam-Links. Diese sind nämlich in vielen Fällen mehr als geschmacklos. Facebook betont, dass keine Sicherheitslücke Schuld am Spam-Terror hatte.
Die Art der Bilder legt nahe, dass es sich bei der aktuellen Spam-Welle um einen direkten Angriff auf Facebook als Unternehmen handelt und nicht auf die Nutzer des Netzwerks. Derartiger Content führt schnell dazu, dass viele Anwender das soziale Netzwerk vorerst meiden. Viele Facebook-Nutzer sind dennoch schockiert. So twitterte eine Betroffene: „Wegen dieser Hacker bin ich wirklich kurz davor, meinen Facebook-Account endgültig zu schließen!“
Viele Nutzer beachten aber die einfachsten Sicherheitsregeln nicht. Man sollte
• niemals Programmcode in die Adressleiste des Browsers kopieren und ausführen
• immer die aktuellste Browser-Version benutzen
• einen guten Virenscanner aktiv haben
• derartigen Spam sofort an Facebook melden (Button „melden“ links neben dem Post).
Mittlerweile ist das Facebook-Sicherheitsteam aktiv geworden: Die meisten Bilder wurden wieder aus dem Netzwerk entfernt.