Thailands Bewohner wissen sich selbst zu helfen und vertrauen mehr auf soziale Medien, als auf die eigenen Behörden.
(09.11.2011; 17:00) Von den Behörden im Stich gelassen, erweisen sich für die Bewohner nun soziale Medien, allen voran Twitter und Facebook als die zuverlässigsten Berichterstatter und Informationsquellen über die Flut. Auf einen ähnlichen Informationsfluss von Seiten der Behörden wartet man nämlich vergeblich.
Ein von zwei 26-jährigen Thailändern entwickeltes Projekt unter dem Namen "Roo Su Flood", ("Kenne die Flut und bekämpfe sie!) hat auf YouTube die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und wurde bereits mehr als eine Million Mal angeklickt. Mittlerweile gibt es sechs Folgen, in denen ihr Hauptdarsteller, ein kleines oranges Männchen ohne Gesicht, die Ursachen der Naturkatastrophe und wie man sich nun vor ihr schützen kann, erklärt.
Einer der Ersten, der diese Videos auf Twitter teilte, ist ein Blogger aus Bangkok namens Richard Barrow. Der ursprünglich aus England stammende Blogger gilt als medienscheu und lehnt es ab an die Öffentlichkeit zu gehen. Klingt doch ein wenig merkwürdig, könnte man meinen, ist er doch die erste Anlaufadresse für Informationen über die Flutwelle.
Täglich folgen ihm auf Twitter 16.000 Menschen um zu erfahren, wo es noch trockene Flecken gibt. Außerdem hat er für Touristen eine Landkarte online gestellt, die alle geschlossenen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten anzeigt, weswegen seit Kurzem sein Blog Thai Travel News auch von CNN und dem Wall Street Journal empfohlen wird.