(Aspen, 21.07.2010) Die Web 2.0-Anwender des Jahres 2010 werden durch Facebook-Pinnwand-Einträge, Tweets und Blogeinträge nahezu überschwemmt. Die beliebten Web 2.0-Anwendungen kosten vielen Usern unterm Strich mehr Zeit, als sie Nutzen bringen. Was bisher fehlte war eine angemessene Aufbereitung der vielen Online-Inhalte, denn Tweetdeck und Co sind in puncto Design und Usability noch lange nicht das Gelbe vom Ei. Das US-Start-up Flipboard könnte das mit seiner gleichnamigen App für das iPad nun entscheidend ändern und den Verlegern gleichzeitig das Fürchten lehren. Denn die kostenlose App erlaubt die Darstellung von Web 2.0-Inhalten im Magazin-Design. User-generierte Medien werden damit einmal mehr Realität.
Individualisierung hoch drei
Zunächst bietet Flipboard die Darstellung von Inhalten aus Facebook und Twitter, sowie Blogs und professionelle Medieninhalte – weitere Anwendungen wie Flickr oder E-Mails samt Anhängen sollen aber noch folgen. Bei der Nutzung müssen User ihre Accountdaten an Flipboard übermitteln und zustimmen, dass die Applikationen Statusmeldungen auf ihrer Pinnwand veröffentlichen darf. Finanziert wird die Applikation über Werbung und Bezahl-Inhalte. Dafür erhält der User alle seine Web 2.0-Inhalte in Form eines klassischen Magazins. Anstatt lediglich Links wie bei Twitter und Facebook werden dem User die Inhalte samt Fotos und kurzem Teaser angezeigt. Für private User ist das eine tolle und trotz ihrer Einfachheit doch revolutionäre Art und Weise Überblick über den eigenen Content, sowie den Content von Freunden und favorisierten Medieninhalten zu behalten. Ein Dorn im Auge wird die Anwendung jedoch den professionellen Medienanstalten sein, denn Flipboard bereitet auch diese Inhalte kurz auf. Nach Anklicken wird der User zwar zur Original-Seite weitergeleitet, jedoch wird Flipboard am heiß umkämpften Werbekuchen mitnaschen.
Die Flipboard-App ist seit heute im App-Store erhältlich, aufgrund des großen Nutzeransturmes sind jedoch die Server bereits zeitweise überlastet. Warum diese Applikation einschlagen wird und was sie besser macht als bisherige Content-Management-Programme zeigt das offizielle YouTube-Video.