Die Filesharing Website Pirate Bay ist eine bekannte Plattform für das Teilen von Filmen, Musik und Software. Als nächster logischer Schritt sieht das Portal nun das Kopieren und Teilen von physischen Objekten vor. Wie das funktionieren soll? Mit Pirate Bay Physibles.
Dabei handelt es sich um 3D-Entwürfen von Objekten, die auf 3D-Druckern ausgegeben werden können. Ursprünglich hat das Internet analoge Daten in digitale umgewandelt. Mit Pirate Bay Physibles soll dieser Schritt nun wieder umgedreht werden und digitale Daten in physische Objekte umgewandelt werden. In den nächsten 20 Jahren soll es dabei gar denkbar sein, sich über das Internet Figuren, Tassen, Schuhe oder sogar Autoersatzteile herunterladen und ausdrucken zu können.
Pirate Bay spricht von einer enormen Wohlfahrtsteigerung, die damit realisiert werden kann, da man Transporte einschränken könnte. Dies würde der Umwelt zugute kommen, Kosten sparen und selbst Kinderarbeit verhindert. "Wir können nicht nur ein Rezept teilen, sondern die ganze Mahlzeit" ist in dem Blog zu lesen.
Eines der Physibles ist ein Piratenschiff, welches auch als Logo für das neue Konzept dient. Ausdrucken kann man sich das Objekt auf einem 3D-Drucker, wobei diese laufend mit besseren Funktionen auf den Markt kommen. Mit einem Replicator etwa, der von Makerbot Industries auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas ausgestellt wurde, kann man Gegenstände in der Größe eines Brotlaibs drucken.
Die Idee ist allerdings keineswegs neu. Es gibt bereits mehrere Portale wie Thingiverse, Shapeways oder Google Warehouse zum Austausch von 3D-Modell-Dateien. Wenn nun aber auch Pirate Bay auf den Zug aufspringt, könnte es zu einer zunehmenden Verbreitung von 3D-Druck kommen.