Oracles In-Memory-BI-Maschine für Big Data

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Oracles In-Memory-BI-Maschine für Business Intelligence und Big Data

 

Oracle befasst sich nun intensiv mit Big Data und der Verarbeitung von großen Datenvolumina in spezialisierten Zusatzappliances zu den bisherigen Exa-Kernmaschinen.

(San Francisco, 03.10.2011, 19:30 PT) Oracle-CEO Larry Ellison hat bei seiner Keynote in San Francisco zwei neue Appliances angekündigt, eine Business-Intelligence-Maschine namens "Exalytics Intelligence Machine", die "Oracle Big Data Appliance" sowie den "Oracle Loader for Hadoop". Wann die Appliances verfügbar sind und was sie kosten werden, blieb noch im Dunkeln.

Riesige Datenvolumina fallen beispielsweise in der Telekommunikation an, füllen dann Data Warehouses und lassen sich aufgrund ihrer schieren Menge nur schwer auswerten. Die Daten kommen dabei nicht nur aus der klassischen Datenbankwelt, sondern zusehends auch aus sozialen Netzen wie YouTube, Twitter oder Facebook und sind damit natürlich unstrukturiert. Aber auch sie wollen bearbeitet und ausgewertet sein, um etwa die Höhe einer Versicherungsprämie errechnen zu können.

Dank der "In-Memory"-Technologie von Exalytics, bei der Daten direkt im RAM vorgehalten werden, erhalten die User bei Datenabfragen oder der Suche nach Zusammenhängen Ergebnisse binnen Sekunden. Damit begibt sich Oracle in direkte Konkurrenz zu SAPs "HANA"-Appliance und bestätigt somit, dass die einst von SAP-Gründer Hasso Plattner stammende In-Memory-Idee die Business-Intelligence-Möglichkeiten tatsächlich verändern könnte.

Bei SAPs Hana gibt es diverse Hardwarepartner. Bei Oracle ist die Hardware  mit der Exalytics nun neu erhältlich. Die Exalytics Machine enthält vier Prozessoren mit je zehn Kernen (4 x 10 Core Intel Xeon CPUs) und ein Terabyte dynamisches RAM (DRAM). Darin lassen aber laut Ellison dank einer neu entwickelten Kompression 10 Mal so viele Daten speichern wie bisher.

Der dazugehörige Softwarestack besteht aus einer für Parallelverarbeitung ausgelegten Variante der TimesTen-In-Memory-Datenbank, einem Set von Business-Intelligence-Werkzeugen (Oracle Business Foundation) sowie dem Essbase OLAP-Server (Online Analytical Processing) für das Bearbeiten multidimensionaler Informationen und BI-Software von Oracle, die dank einem neuen Interface auch Nutzern mit geringen Vorkenntnissen "intuitive" Abfragen ermöglichen soll. Ergebnisse kann man auf’s iPad übertragen und ins Meeting mitnehmen.

Die zweite Maschine, der "Oracle Loader for Hadoop", soll erst im Laufe dieser Woche detaillierter vorgestellt werden. Nach dem, was am Sonntag bekannt wurde, soll sie eine "NoSQL"-Datenbank sowie das Software-Framework Hadoop beinhalten, welches es Applikationen erlaubt, mit extrem großen Datenmengen – Stichwort "Big Data" – zu arbeiten. Der Loader scheint aber keine Appliance zu sein, die direkt der Datenanalyse dient, sondern soll laut Ellison vor allem dazu dienen, Daten aus Hadoop in Oracles "Exadata"-Datenbank-Appliance zu schaufeln.

 Sinnvoll zusammenarbeiten kann die Exalytics Intelligence Machine offenbar nur mit der Exadata, denn nur mit dieser über zwei 40 GB/s schnelle InfiniBand-Ports verbunden und kann daher Daten ausreichend schnell laden. Mit anderen Servern anderer Hersteller kann sie zwar auch kommunizieren, aber nur über 10 GB/s-Ethernet. Laut Ellison wurden bisher weltweit rund 1,000 Exadata-Appliances installiert und bis Ende Jahr sollen 3.000 weitere verkauft sein.

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