(San Francisco, 04.10.2011, 15:40 PT) Weblogs, Social Media Feeds, Smart Meters, Sensoren und andere Geräte generieren ein enormes Datenvolumen (üblicherweise ‚Big Data‘ genannt), das nicht für den Zugriff in heutigen Data Warehouses und Business Intelligence Anwendungen aufbereitet ist. Mit der Oracle Big Data Appliance, einer End-to-End-Lösung für Big Data, in Verbindung mit Oracle Exadata Database Machine und der neuen Oracle Exalytic Business Intelligence Machine, bietet Oracle alles, was Kunden benötigen, um Big Data zu konsolidieren, zu organisieren, zu analysieren und damit den Wert ihrer Daten zu steigern.
Bei der Oracle Big Data Appliance handelt es sich um ein neu entwickeltes System, das aus folgenden Komponenten besteht: einer Open Source Distribution von Appache Hadoop, Oracle NoSQL Database, Oracle Data Integrator Application Adapter for Hadoop, Oracle Loader for Hadoop und einer Open Source Distribution von R. Oracle Big Data Appliance ist „engineered to work together“ und damit eng integriert mit Oracle Database 11g, Oracle Exadata Database Machine und Oracle Exalytics Business Intelligence Machine. Sie wurde speziell dafür entwickelt, extreme Analysen mit hoher Leistung, Verfügbarkeit und Sicherheit sowie entsprechender Unterstützung für alle Datentypen zu ermöglichen.
Oracle hat eine "Big Data Appliance" auf Basis der Datenbank NoSQL und der Analysesoftware Hadoop vorgestellt. Im Wesentlichen scheint es sich bei dem neuen Produkt um die seit längerer Zeit existierende BerkeleyDB zu handeln. So heißt es in dem Datenblatt, die NoSQL Database baue auf dessen Storage-Engine auf und "fügt eine Serviceschicht für den Einsatz in verteilten Umgebungen hinzu". Oracle hatte den Hersteller von BerkeleyDB vor fünf Jahren übernommen.
NoSQL verfolgt - anders als Oracles eigenes Datenbanksystem - keinen relationalen Ansatz. Die Lösung wird erfolgreich von Facebook, Netflix oder auch Twitter genutzt - ist also offenbar gut für schnell wachsende Webdienste mit interaktiven Seiten geeignet. Und das Web beziehungsweise die Cloud sind das Spielfeld, auf dem die Big Data Appliance zum Einsatz kommen soll.
Der Konzern versprach damit einen holistischen Ansatz: "Oracle wird damit der erste Anbieter, der Kunden ein Set an integrierten Produkten offeriert, um kritischen Anforderungen bei der Auswertung großer Datenmengen zu genügen, Effizienz freizusetzen, das Management zu vereinfachen und durch Einsichten in Daten das Geschäftspotenzial zu maximieren", sagte der für Servertechnik zuständige Senior Vice President Andrew Mendelsohn.
Die Kombination aus Hadoop und NoSQL könnte es Unternehmen ermöglichen, unstrukturierte Daten aus dem Web zu ziehen und daraus aussagekräftige Berichte zu generieren. Außerdem soll es eine Brücke zu Oracle-Software geben, die mit strukturierten Daten arbeitet.
Ein Beispiel lieferte auf der Oracle Openworld ausgerechnet EMC, das zwar in vielen Bereichen mit Oracle kooperiert, aber im Bereich Datenanalyse an einem ähnlichen Produkt arbeitet: Eine Autoversicherung könnte mit Hilfe eines Analysesystems feststellen, dass zahlreiche sichere Kunden einige wenige wirklich schlechte Fahrer mitfinanzierten. Auf dieser Basis sei es nun möglich, das System besser an die Gegebenheiten anzupassen - und somit Normalkunden niedrigere Beiträge anzubieten.
Diese Analyse bezog auch unstrukturierte Kundendaten mit ein - wer in seinem Twitter-Stream oder auf seiner Facebook-Seite das Wort "Rennen" oder andere risikobehaftete Aktivitäten erwähnt, würde den erhöhten Beitrag zahlen müssen. Larry Ellison hätte dabei ganz schlecht abgeschnitten – alle Parameter standen bei der Demo für ihn auf Rot.
( )© Telekom-Presse
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