(New York, 30.08.2010) Die Idee klingt ebenso simpel wie vielversprechend: Die zu verleihenden Habseligkeiten werden online gestellt und andere User, bestmöglich aus der Nachbarschaft, dürfen sie für eine kleine Gebühr ausleihen. Einem Bericht der New York Times zufolge, gehört SnapGoods neben NeigborGoods und ShareSomeSugar zu den neuesten Anbietern dieser Dienstleistung.
Der Nutzen für den User liegt auf der Hand: Viele Anschaffungen könnten wir ebenso gut ausleihen und gleichzeitig Geld sparen. "Das kulturelle Bewusstsein, dass wir freudige Momente nicht immer aus Konsumwahn gewinnen können, wächst“, meint SnapGoods-Mitgründer Ron J. Williams.
Den meisten Usern geht es dabei um den finanziellen Aspekt. Teurere Investitionen können vor einer Anschaffung preiswert ausgeliehen und auf die persönlichen Bedürfnisse getestet werden. Danach kann man sich immer noch für eine eigene Anschaffung entscheiden oder eben nicht.
Mehrwert: Gemeinschaft
Analysten hingegen bleiben vorerst kritisch. Eine derartige Geschäftsidee sei jedenfalls noch keine Bedrohung für traditionelle Modelle. Andere Experten sehen darin jedoch einen tiefer gelegenen Mehrwert: Die Wiederfindung und Verstärkung des Gemeinschaftsgefühls. So bietet diese Art von Online-Service eine optimale Gelegenheit, seine Nachbarschaft besser kennenzulernen.
Paul J. Zak, Direktor des Zentrums für Neuroökonomische Forschung an der Claremont Graduate University in Kalifornien kann dem Konzept Positives abgewinnen: "Mit der Teilnahme bei Plattformen wie SnapGoods, Kickstarter, Groupon oder Airbnb kann soziale Isolation verringert werden und demgegenüber ein Freundeskreis entstehen.
Vertrauensfaktor
Für den ein oder anderen sind derartige Online-Marktplätze dennoch eine Frage des Vertrauens. eBay beispielsweise hat das Vertrauensproblem mit der Option auf User-Ratings und User-Reviews gelöst. Verstärkt werden solche "Nachrufe“ auch durch Netzwerke wie Facebook und Co.
© Telekom-Presse
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Fotos: Credit: SnapGoods
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