(29.1.2012, 10:50) Vom Smartphone Boom profitieren offenbar im Jahr 2011 nur mehr wenige Hersteller. Klarerweise Marktführer Samsung mit 97 Millionen verkauften Geräten, der auch wieder im vierten Quartal einen satten Profit ausweisen konnte, natürlich auch Apple mit 93 Millionen verkauften iPhones und absoluten Rekordgewinnen.
Aber schon bei der Nummer 3 im Smartphonemarkt - Nokia mit 77 Millionen verkauften Geräten - ist die Profitabilität nicht mehr gegeben. Allerdings befindet sich Nokia in einer Übergangsphase, in der wohl kaum Gewinne zu erwarten sind.
Aber schon bei der Nummer 3 und 4, nämlich Sony und Motorola, wird die Sache realtiv klar. Mit 20 bzw 19 Millionen Geräten in 2012 fallen sie bereits stark ab und weisen Verluste aus.
Der Verkauf von Featurephones ist leicht zurückgegangen, aber auch in 2012 werden noch etwa eine Milliarde Stück verkauft werden. Viele Hersteller haben sich aus dem Markt zurückgezogen und ihn im Wesentlichen Nokia und einigen asiatischen Firmen überlassen. Deshalb gelingt es Nokia aus diesem Markt eine Marge von 13% herauszupressen. Nokia ist mit seinen Handys um 40 Euro profitabler unterwegs als Sony oder Motorola mit ihren Smartphones, die 200 Euro kosten.
Nokia hat zum zweiten Mal hintereinander einen Zuwachs von 5% im Handy-Segment berichtet. Sony hat ein Minus von 20% beim Umsatz und 250 Millionen Euro Verlust. HTC verzeichnete im November und Dezember ein Minus von 20% bei den Stückzahlen seiner Smartphones gegenüber dem Vorjahr.
Offeenbar haben einige zu früh nur mehr auf Smartphones gesetzt. Und es zeigt sich auch, dass diesen Markt sich drei Hersteller aufteilen, nämlich Samsung, Apple und Nokia. Daneben und darunter ist es offenbar kaum noch möglich profitabel zu arbeiten.