(13.3.2011, 10:45) Microsoft Bing liefert ein klassisches Beispiel wie ein Kampagne in Social Networking massiv nach hinten losgehen kann. In einem Tweet kündigte die Suchmaschine an pro Retweet je 1 Dollar für Japans Erdbebenopfer zu spenden. Ziel seien eher mickrige 100.000 Dollar.

Offenbar folgen nach wie vor viele Twitterer dieser Aufforderung. Aber es regte sich auch massive Kritik an Bing, die Katastrophe für Marketingzwecke zu nutzen und möglichst viel Tweets mit @Bing zu produzieren.
So postete etwa der Kabarettist Michael Ian Black, der etwa 1,6 Millionen Follower auf Twitter hat, eine harsche Kritik an Bing:

Ich kann mir kaum vorstellen, dass Microsoft sich nicht über die möglichen negativen Konsequenzen im Klaren gewesen wäre. Was man wollte ist offenbar möglichst hohe Wiederholungszahlen zu erreichen undBing im Gespräch zu halten. Das ist nun passiert, aber mit ziemlich negativen Inhalten.
Microsoft hat in der Zwischenzeit die Notbremse gezogen und in einem Tweet bekannt gegeben, dass die Spende in Höhe von 100k bereits gemacht worden sei:

Positiv aufgenommen wurde offenbar hingegen die Aktion von Zynga. In seinen Games ermöglicht der Spielegigant einfach zu spenden für die Aktion "Save the Children".