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Mehr als Facebook für Business

 
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Mit der Social Platform "Quad" will Cisco Arbeitsabläufe und Kommunikation erleichtern und die Mitarbeiterproduktivität erhöhen. Der Business-Alltag 2.0 umkrempeln

(Wien, 09.07.2010) Der US-Netzwerkkonzern Cisco Systems hat auf der Enterprise 2.0 Konferenz in Boston angekündigt, seine Plattform für Social Collaboration bereits dieses Jahr auf den Markt zu werfen. "Cisco Quad" soll noch vor November 2010 für die ersten Kunden zur Verfügung stehen. 

Ein Quad (englisch für College-Hof) ist ein Ort, an dem sich junge Leute treffen, um zu kommunizieren, sich auszutauschen und in manchen Fällen lebenslange Beziehungen zu knüpfen - ein Soziales Netzwerk eben. Es handelt sich demnach in beiden Fällen um einen Ort, an dem Wissen und neue Ideen verknüpft werden.

 

Social Plattform für Mitarbeiter

Murali Sitaram, Ciscos Vice President und General Manager, ist davon überzeugt, Quad sei "mehr als Facebook für den Business-Bereich" und erklärt, wie es Produktivität ankurbelt, Innovation antreibt und letztlich Profit erhöht. Das neue Tool soll beliebte Social-Media- und Web-2.0-Formen in die Unternehmensstruktur integrieren und für Büro-Anwendungen nutzbar gemacht werden. Darunter fallen gemeinsame Datenbanken für Files, Videos, Sharing und das Gründen und Verwalten von Communities für den Business-Bereich. Neben Alerts – bekannt aus Facebook oder Twitter – können Kollegen und Mitarbeiter sich gegenseitig "folgen" und werden automatisch über Meetings und Neuigkeiten im Team informiert.  

 

Wieso Quad?

Doch wie unterscheidet sich Quad von bereits existierenden Collaboration Plattformen? Laut Cisco ist das Produkt so konzipiert, mit anderen auf dem Markt befindlichen Plattformen und Dokument Management Systemen zusammen zu arbeiten. Damit soll eine Hebelwirkung für die Kunden und ihre bestehenden Investitionsprodukte entstehen. Eine andere berechtigte Frage ist, ob wir neben Email und Facebook tatsächlich ein Social-Media-Tool brauchen.

 

Verschmelzung der Funktionen

Facebook und Email werden laut Sitaram in Zukunft nicht mehr ausreichen. Für ihn hat Quad eine ergänzende Bedeutung: "Wir benutzen Emails als primäre Form von Kommunikation und geben darüber auch Informationen weiter, die nicht unbedingt für Emails geeignet sind. Soziale Plattformen eignen sich für diese Nachrichten zum Teil besser, was ihnen immer mehr Bedeutung im Geschäftsalltag zuschanzen wird. Was Facebook betrifft, wurde es als Soziales Netzwerk für Privatpersonen konzipiert. Es ist ein Informationsspeicher 'in der Cloud' und hat zahlreiche Sicherheitsprobleme. Das ist der Grund, warum Business User sich für andere Kommunikationsportale entscheiden, um vertraute Daten für Produkte und Services auszutauschen oder zu lagern. Eine Ausnahme bildet die Möglichkeit zum direkten Kundenkontakt. Business User wollen also die Tricks und Techniken aus Facebook. Dazu gehört das Erstellen persönlicher Profile, das Teilen von Informationen und Daten als auch informiert zu werden, welche Aktivitäten und Events im eigenen beruflichen Umfeld stattfinden."

Die beruflichen Netzwerke, die heute innerhalb eines Unternehmens bereits bestehen, können morgen auch auf Kooperationspartnern und Kunden ausgeweitet werden, ist der Cisco-Manager überzeugt.

 

Märkte wachsen zusammen

Den Markt um Social Services für Unternehmen schätzt Sitaram auf derzeit 800 Millionen US-Dollar, mit dem Wachstumspotenzial von 1,2 Milliarden US-Dollar in den kommenden Jahren. Eine hier beobachtete Entwicklung ist die "benachbarten" Märkte im Bereich Content Management, Portale und Suche, finden immer mehr zusammen. Der Unified Communication Market wird mit dem Collaboration Market, von dem er sich auf gewisser Ebene unterscheidet und gleichzeitig mit ihm verbunden ist, zukünftig verschmelzen.

 

Interview mit Murali Sitaram, Cisco Vice President

 

Onlinemarketingreport: 20 Gründe, warum ein Unternehmen eine Facebook Corporate Seite schalten sollte

Video zu Enterprise Collaboration Platform
 

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