(24.11.2011, 12:00) Mit dem Empfehlungsbutton "+1", dem Google-Äqivalent zum "Like"-Button von Facebook und der "retweet"-Funktion von Twitter, wollte Google Beginn des Jahres einen Schritt in Richtung Social Web setzten, was durchaus gelungen ist.
Die Möglichkeit mit "+1" Freunden Inhalte, die einen interessieren, mitzuteilen, wurde nun auch für Google News eingerichtet. Dabei beeinflussen die "+1"-Empfehlungen der Freunde und Follower die Schlagzeilen auf der Hauptseite von Google News zwar noch nicht, man kann aber mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dies in naher Zukunft der Fall sein wird. Damit könnte sich auch Google News von einem einfachen Nachrichten-Sammelportal zu einem wirklichen "social-news service" entwickeln und somit immer interaktiver gestaltet und stark personalisiert werden.
Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob der Web-Gigant in der Lage sein wird mit der Einführung des "+1"- Empfehlungssystems gegenüber Twitter und Facebook aufzuholen, die sich bereits als erfolgreiche soziale Netzwerke und Nachrichtensysteme etabliert haben.
Einem Angestellten von Google zufolge wird die "+1"- Option zunächst nur gelegentlich im Hauptbereich von Google News erscheinen. Da aber bei den allgemeinen Google-Suchergebnissen die "+1" Anzahl bereits angezeigt wird, und diese auch Auswirkung auf die Reihenfolge der Ergebnisse hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass dies bei Google News ebenfalls bald der Fall sein wird. Dies bedeutet – je mehr User Nachrichten mit "+1" versehen, desto höher werden diese gereiht und desto öfter auch gelesen.
Interessanterweise entschied sich Google für die Übernahme des Empfehlungssystems für Google News während sich das Unternehmen
gleichzeitig von zahlreichen anderen Services wie Google Knol, Google Bookmark lists, Google Wave und Google Friend Connect verabschiedete. Anscheinend möchte das Unternehmen Google News halten und verbessern, für alle Fans ein gutes Zeichen.
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Derzeit nimmt Google News aber mit der "+1"-Option einen letzten Platz im "Empfehlungs-Krieg" mit Facebook und Twitter ein. Auch für zahlreiche neue Nutzer, sind diese die Standard-Anbieter, um ihre Interessen für Inhalte und Nachrichten mit anderen zu teilen.
Auch Yahoo News, die größte Online-Nachrichten-Sammlung des Markets, beugte sich der Vormachtstellung Facebook´s und richtete im Rahmen des "frictionless sharing"- Programms von Facebook eine Verbindung zum sozialen Netzwerk ein. Allerdings wurde dabei keine eigene App entwickelt, wie etwa der Fall bei "Washington Post" und "Guardian", sondern vielmehr wurde die Möglichkeit, Nachrichten zu "liken", auf der Yahoo-Seite integriert. Die Einführung dieser Option hat laut mehreren Berichten sowohl die Aufrufe, als auch das Teilen der Nachrichten enorm gesteigert.