(18.10.2011; 10:00) Jugendliche verbringen weniger Zeit auf Facebook als vor den Veränderungen im sozialen Netzwerk wie dem Aufpoppen des News Tickers. Diese Ergebnisse wurden in einem Bericht von der NYC-Agentur Mr Youth ermittelt, für diese Studie wurden 2.000 Teenager im Alter von 14 - 17 Jahren befragt. Als angehende soziale Wesen schätzen Jugendliche Facebook aus denselben Gründen wie ursprüngliche Facebook-Nutzer. Es geht ihnen darum das Profil eines Freundes zu besuchen, auf diesem etwas zu posten oder um zu chatten.
Weniger als die Hälfte der Jugendlichen, nämlich nur 47%, gaben an das soziale Netzwerk genauso wie vor den Änderungen zu nutzen. Nur 4% der Teenager erklärten, dass sie jetzt mehr Zeit auf Facebook verwenden als früher. 10% der Jugendlichen meinten sogar, dass sie das soziale Netzwerk verlassen würden. Die Jugendlichen sind mit den Änderungen auf Facebook nicht zufrieden und 25% der Befragten erklärten, dass sie jetzt Google+ öfter als Facebook nutzen würden. Tatsächlich meinen die Jugendlichen sogar, dass Google+ im Moment sozialer ist als Facebook, denn dieses legt seinen Fokus immer mehr auf Nachrichten.
News Ticker
Die Teenager lehnen den News Ticker ab, diesen bezeichnen sie sogar als "scrolling Stalker", er wird von ihnen als eine Ablenkung empfunden. Die Jugendlichen befürchten, dass der News Ticker ihnen Informationen zeigt, die nicht mehr ihren Interessen entsprechen. Ein solches Feature plant das Konkurrenz-Netzwerk Google+ im Moment nicht und daher sei es für die Jugendlichen interessanter.
Timeline
Während die Erwachsenen der neuen Timeline auf Facebook mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen, meinten die Befragten Jugendlichen, die schon einen frühen Zugang zu diesem Feature hatten, dass sie es lieben. In der Tat ist es eine der wenigen neuen Facebook-Funktionen, die die Jugendlichen mögen. So gaben 27% der Jugendlichen sogar an, dass es ihr All-Time-Lieblings-Feature ist.
Likes
Während das "liken" für eine Marke auf Facebook nicht viel bedeutet, so ist es den Jugendlichen sehr wichtig. Insgesamt 57% der Jugendlichen sehen "like" als ein Spiegelbild ihrer ganz persönlichen Marke und weitere 37% sehen das "liken" als eine Unterstützung für ihre Freunde, ähnlich dem realen High-Five. Für Jugendliche ist klar, dass das Liken etwas ist, das sie gemeinsam mit Freunden tun. Weiters erklärten 56%, dass sie eine Marke liken, wenn sie gesehen haben, dass sie von einem Freund geliked wurde.
Diese Studie zeigt, dass nicht alle Veränderungen auch gut sein müssen. Die Jugendlichen sind mit den Facebook-Änderungen eher unzufrieden und einige gegeben jetzt sogar Google+ den Vorzug. Die Frage, die sich jetzt stellt, könnten diese Veränderungen zu einer Immigrationswelle auf Google+ führen?