(09.12.2011, 12:50) Wenn ein Nutzer auf einem Foto erscheint, wird mit der neuen Funktion "Find my Face" von Google+ der passende Name vorgeschlagen. So soll es Nutzern erleichtert werden, ihre Kontakte im eigenem Fotoalbum zu markieren.
Googles Datenschutzbeauftragter Peter Fleischer stellte fest, dass sich das Unternehmen darüber im Klaren ist, dass der Datenschutz bei Gesichtserkennungstechnologie ein heikles Thema sei. Es wird aber betont, die Vorgaben deutscher Datenschützer bei der Umsetzung der Funktion einzuhalten.
Facebook wird derzeit gerade wegen einer ähnlichen Funktion von entsprechenden Datenschutzbehörden belangt, möchte den Dienst aber, anders wie Google+, für alle Nutzer automatisch freischalten, ohne eine "unmissverständliche Einwilligung" einzuholen. Die Funktion müsste dann von den Teilnehmern manuell deaktiviert werden.
Google+ hingegen fragt die Teilnehmer im Vorhinein und verlangt eine ausdrückliche Zustimmung, bevor die Funktion überhaupt erst aktiviert wird. Daher ist anzunehmen, dass Google+ mit weniger datenschutzrechtlichen Problemen zu kämpfen haben wird.
Wenn Nutzer sich für die Funktion entscheiden, erstellt das System zunächst ein Modell des Gesichts. Danach werden die Fotos der Kontakte des Nutzers durchsucht und vorgeschlagen, Bilder die mit dem Gesichtsmodell übereinstimmen, mit den Namen zu versehen. Zwar kann die Funktion jederzeit abgeschalten werden, einmal erfolgte Markierungen bleiben aber bestehen.
Ab Freitag soll die Gesichtserkennungs-Funktion für alle Nutzer schrittweise sichtbar werden und kann in den Kontoeinstellungen aktiviert werden.