Eine chinesische Autorin verklagt Google aufgrund der Aufnahme ihres Werkes in die Google Büchersuche. Ihre Werke sind in China teilweise unter Zensur gestellt.
(Wien, 30.12.2009) Was Google alles in sich aufsaugt, ist größtenteils bekannt und dann auch wieder nicht. Nun hat eine chinesische Autorin Mián Mián den Suchmaschinenriesen verklagt, weil ihr Buch unerlaubterweise in die Google Büchersuche mit einbezogen wurde, wie AFP berichtet. Die Chinesin hatte dazu ihre Zustimmung nicht erteilt und fordert nun 61.000 Yen (6200 Euro) als Schadensersatz. In China ist dies die erste Klage dieser Art.
Die Bücher der Autorin sind in China teilweise verboten, da sie über Sex, Verbrechen & Co. schreibt. Ihre Bücher sind neben dem Schwarzmarkt in China auch in der westlichen Welt erhältlich; einige Werke wurden auf Deutsch übersetzt. Der chinesische Schriftstellerverband befürwortet den Schritt der Autorin.
Der sogenannte Vergleich, der zwischen Google und den Autoren besteht, gilt lediglich für Bücher, die in den USA beim Copyright Office registriert sind oder in Kanada, Australien oder Großbritannien veröffentlicht wurden.