(12.01.2012; 15:30) Im vergangenen Jahr wurde die Google Science Fair zum ersten Mal veranstaltet und wurde damit gleich zur größten Online Science Fair auf der Welt. Es wurden über 7500 Projekte aus über 90 verschiedenen Ländern eingereicht. Die Google Science Fair ist eine Partnerschaft zwischen CERN, der LEGO Group, dem National Geographik, dem Scientific American und Google.
An der Google Science Fair kann jeder Schüler zwischen 13 und 18 Jahren teilnehmen. Google kündigte heute die zweite Science Fair an und legt den Schwerpunkt darauf, den Wettbewerb noch globaler zu machen. Ähnlich wie im vergangenen Jahr können die Teilnehmer ein Projekt entwickeln und dieses einreichen. Für die Einreichung können sie Fotos oder ein Video gemeinsam mit einer Hypothese sowie einer schriftlich abgefassten Erklärung des Projekts auf die Google Site stellen. Die Schüler können ihre Projekte alleine oder in Teams bis zu drei Leuten erarbeiten. Im Vergleich zum Vorjahr akzeptiert Google dieses Jahr Einsendungen in 13 verschiedenen Sprachen, anstatt nur in Englisch.
Die ausgezeichneten Projekte erhalten diverse Preise. Unter den Preisen ist eine Reise auf die Galapagos Inseln mit einem National Geographik Forscher enthalten, genauso wie diverse Stipendien oder Real-Life Arbeitsmöglichkeiten und eine fünf Tages-Reise zum CERN in der Schweiz.
Beim diesjährigen Wettbewerb wird von Google ein neuer Preis mit den Namen "The Science in Action" vergeben, der von Scientific American gesponsert wird. Dieser Preis geht an ein Top-wissenschaftliches Projekt im Bereich Social, Umwelt oder Gesundheit, das einen praktischen Unterschied im Leben einer Gruppe oder Gemeinschaft schafft. Als Beispiel für solch ein Projekt kann ein in vergangenem Jahr eingereichtes Projekt herangezogen werden, welches sich mit den Stromausfällen im ländlichen Indien beschäftigte. Laut Google wird für die Vergabe dieses Preises eine eigene Jury zusammengestellt.
Google wählt für das Halbfinale 90 Projekte aus, dabei sollen 30 aus den USA stammen, weitere 30 aus Europa sowie den Mittleren Westen und die letzten 30 sollen aus Asien kommen. Von diesen 90 Projekten werden 15 für das Finale ausgewählt. Die Finalisten werden Mitte Juli in die Google-Zentrale eingeladen um ihre Projekte einer ausgewählten Jury vorzustellen. Der erste Platz erhält ein Preis in Wert von 50.000 Dollar sowie die Möglichkeit sein Projekt mit der Unterstützung von Google innerhalb eines Jahres umzusetzen.
Der diesjährigen Jury gehören die folgenden Personen an:
· Vint Cerf, Vize Präsident und Chief Internet Evangelist von Google
· Steven Cowley, Direktor des Culham Fusion Wissenschaftszentrums
· Mariette die Christian, Chefredakteurin von Scientific American
· Silvia Earle, Ozeanographin, Forscherin, Autorin sowie Lektoren
· David Gross, Teilchenphysiker und Theoretiker der String-Theorie
· Maggie Johnson, Direktor für Bildung und universitäre Beziehungen bei Google
· Albert Lin, Forscher des National Geographic sowie National Geographic Abenteuerer 2010
· Steve Meyers, Direktor für Beschleuniger und Technologie bei CERN
· Paal Smith-Mayer, Head of the New Business bei LEGO
· Ada Yonath, Weizmann Institute of Science (WIS) Kimmel Professor
· Shree Bose, Gewinnerin der Google Science Fair 2011
TechChrunch hat sich mit Cerf getroffen um den Erfolg der letzten Science Fair zu besprechen sowie und um seine Ambitionen für die diesjährige Veranstaltung herauszufinden. Er erklärte, dass er nichts spannender findet, als Menschen für die Wissenschaft und Technologie zu begeistern. Hervorragend findet er die Sprachenöffnung des wissenschaftlichen Wettbewerbs, so dass noch mehr Projekte eingereicht werden können.
Die Projekte werden von der Jury nach folgenden Gesichtspunkten begutachtet: Originalität, Begeisterung für die Wissenschaft und Technologie, angemessenes Datenmaterial sowie Ergebnisse und eine gute Hypothese. Die Wertungsrichter werden sicher mit einer schwierigen Aufgabe betreut sein, denn bereits die Einreichungen für die letzte Science Fair waren beeindruckend und dies lässt auf interessante Projekte hoffen.
In der Altersgruppe 13 bis 14 Jahre gewann Lauren Hodge. Ihr Projekt beschäftigte sich mit der Wirkung von verschiedenen Marianden auf der Ebene des potenziell schädlichen Karzinogenes bei gegrillten Hühnern. Naomi Shah gewann in der Altersgruppe 15 bis 16. Sie versuchte zu beweisen, dass die Veränderungen der Luftqualität bei Indoor-Umgebungen dazu führt, dass Menschen ihre Asthma Medikation nicht mehr so oft benötigen. In der letzten Altersgruppe 17-18 gewann Shree Bose, weil sie einen Weg entdeckte mit dem die Eierstockkrebs-Behandlung von Patienten verbessert werden konnte, wenn sie die Resistenz gegen bestimmte Chemotherapeutika abgebaut haben.