(Mountain View, 15.11.2009) Am Freitag haben der Internetkonzern Google und die US-Verleger eine abgemilderte Version des Buch-Deals vorgelegt. Dabei wurde auf laute Kritik der französischen und deutschen Regierungen eingegangen. Mit der neuen Vereinbarung rückt der Google-Plan einer digitalisierten Wissensbibliothek in greifbare Nähe.
Änderungen
Im Online-Katalog von Google sollen demnach nur noch urheberrechtlich geschützte Bücher aufgenommen werden, die in den USA, Großbritannien, Australien oder Kanada veröffentlicht wurden. Mit dem eingeschränkten Geltungsbereich werden 95 Prozent der Bücher, die in Ländern außerhalb dieser Zonen liegen, nicht mehr in der Google-Bibliothek enthalten sein. Eine weitere Änderung betrifft die Zugangserleichterung der eingescannten Werke für die Konkurrenz wie Amazon und Microsoft.
Einwände aus dem Weg räumen
Der Deal muss noch von einem US-Gericht genehmigt werden, da er auf einer Klage der Buchverleger gegen Google beruht. In der ursprünglichen Vereinbarung erhielt der Internetkonzern für 125 Millionen US-Dollar das Recht, Millionen Bücher von Büchereien und Universitäten online verfügbar zu machen. Nach lauter Kritik des US-Justizministeriums sowie europäischer Buchverleger und Regierungen hoffen Google und US-Verleger mit der abgeänderten Version des Buch-Deals auf geglättete Wogen.