(31.1.2012, 08:24) Mit dem neuen beschleunigten Release Zyklus will Firefox an Boden wieder gut machen, denn in einigen Ländern ist bereits Googles Chrome vorbeigezogen. Innerhalb von 9 Monaten ist Firefox von Version 4 auf nunmehr Version 10 gegangen. Und wem der Zyklus von Firefox zu schnell ist, sollte bedenken, dass Googles Chrome nur 19 Tage brauchte um von Release 17 auf Version 18 zu kommen.
Auch bei einer anderen Funktion hat Mozilla mit Google gleichgezogen, nämlich mit dem so genannten Silent Update. Dabei handelt es sich um einen neuen Mechanismus zur Installation von neuen Browser-Versionen. Diese soll weitgehend im Hintergrund abgewickelt werden und kein Zutun der Anwender erfordern.
Mit dem Firefox 10 legen die Entwickler des Firefox-Browsers dafür den Grundstein. Es ist hinreichend bekannt, dass es mit neuen Ausführungen des Browsers häufig zu Problemen im Hinblick auf die Kompatibilität mit Addons kommt.
Künftig werden inkompatible Erweiterungen automatisch deaktiviert, heißt es von offizieller Seite, selbst wenn diese nicht über die Vertriebskanäle von Mozilla in Umlauf gebracht werden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass alle Addons, die schon mit der Version 4 des Browsers funktioniert haben, aber auch mit dem Firefox 10 laufen.
Auch für Unternehmen gibt es Neuigkeiten mit der so genannten Extended Release. Denn für die IT-Abteilungen ist es natürlich unzumutbar alle 6 Wochen einen neuen Update vornehmen zu müssen. Ältere Releases sollen nun über einen Zeitraum von 7 weiteren Releases mit Updates versorgt werden, das heißt für die neue Version 10 bis November des Jahres.
Diese Business Version soll gleichzeitig mit Version 10 erscheinen, ebenso Sicherheitsupdates für Version 3.6, nämlich in der Release 3.6.26.
Mozilla hat Firefox 10 auch um neue, integrierte Entwicklerwerkzeuge erweitert. Dazu zählen der Page und Style Inspector sowie das Scratchpad. Am wichtigsten dürfte wohl sein, dass der Firefox 10 nun grundsätzlich alle installierten Erweiterungen als kompatibel betrachtet, was die häufigen Updates deutlich erleichtert. Außerdem unterstützt der Firefox 10 nun die Vollbild-API, mit der man Spiele und Videos im Vollbild-Modus genießen kann, da HTML5 unterstützt wird.
Ebenfalls neu sind Funktionen bei CSS 3D Transforms sowie WebGL. Um bidirektionale Texte zu isolieren, kann das <bdi>-Element verwendet werden. Auch das Scratchpad wurde erweitert, und zwar um den so genannten Orioneditior. So fallen die Arbeiten bei Javascript-Elementen leichter.
Mit dem Page Inspector können Design, Styles, Schriften, Farben und Positionierungen von Elementen einer Website untersucht werden. Entwickler können die HTML- und CSS-Regeln sehen, die der Browser für ein bestimmtes Element anwendet.