(22.1.2012, 00:42) In einer offensichtlichen Reaktion auf die Aktionen der US Behörden hat der zweite große Filesharing Dienst diese Funktionalität entfernt. Die Site hat dieses Feature ähnlich wie Megaupload angeboten. Ein Kasten mit der Nachricht "All sharing functionality on FileSonic is now disabled. Our service can only be used to upload and retrieve files that you have uploaded personally." wird oben auf der Seite eingeblendet. Filesonic hat bisher dazu keine Erklärung abgegeben.
Laut TorrentFreak gehört FileSonic zu den 10 größten Sites dieser Art im Internet. Sie erreicht eine halbe Milliarde Pageviews pro Monat. Zuletzt hatte die Seite Anstalten gemacht, Filesharing Aktivitäten genauer auf urheberrechtlich geschützte Inhalte zu überprüfen. Im Dezember war ein Vertrag mit Vobile unterzeichnet worden. Damit sollte Technologie eingesetzt werden, die Inhalte überprüfen kann.
Offenbar hat man sich jetzt vorsichtshalber zu einer drastischeren Maßnahme entschlossen um nicht ebenfalls von Verboten und Beschlagnahmung gefährdet zu sein. Man kann zwar noch immer Daten speichern, aber darauf nur mehr persönlich zugreifen. Damit sind auch die vielen Links zu Seiten, die im Netz kursieren, nicht mehr erreichbar.
Auch Uploaded hat schon am Freitag die Notbremse gezogen und sperrt den Dienst für alle User aus den USA. Ob die Sperre permanent ist oder nur eine vorläufige Maßnahme ist noch unklar. Uploaded ist in Hongkong domiziliert.
Auch andere Sharehoster reagieren: Unter anderem beendete Fileserve am Freitag sein Partner-Programm, das Uploader beliebter Dateien auszahlte. Der Link dorthin führt nur noch auf eine Fehlermeldung.
Es gibt aber auch File-Sharing-Dienste, die sich nicht vor der Verfolgung durch die amerikanischen Behörden fürchten. Derek Labian, CEO von Mediafire, sagte gegenüber dem Blog VentureBeat, dass er keine Angst vor den Behörden habe, da ihr "Geschäftsmodell nicht auf Urheberrechtsverletzungen aufbaue." Viel eher würde man, ähnlich wie Dropbox oder Box.net, kommerzielle Kunden bedienen.