(1.4.2011, 15:05) Larry Klayman, ein bekannter Aktivist, früherer Staatsanwalt, Kandidat zum Senat und nun Rechtsanwalt hat Facebook und Mark Zuckerberg geklagt, weil sie nicht rasch genug eine Seite entfernt haben, die zur dritten Intifada in Palästina aufgerufen hat. Facebook hatte die Seite am 29. März entfernt, da sie die Bedingungen verletzt habe und "direkte Aufrufe zu Gewalttaten" enthalten habe.
Der 1951 geborene Klayman wird auch auf Wikipedia als „notorisch“ bezeichnet, da er gegen die Clinton Administration 18 Klagen und gegen Ex-Vizepräsident eine eingebracht hatte. Laut TechCrunch wurde die Klage gestern bei einem Gericht in Washington eingebracht.

Klayman begründet die Einbringung der Klage trotz der Entfernung der Seite damit, dass der Schaden schon eingetreten sei. Er fürchte für sein Leben, da er „öffentlich von radikalen Palästinensern als Zionist bezeichnet“ worden sei. Er sei deshalb ein mögliches Ziel von denen, „die dazu aufrufen Juden zu killen“.
Die Klage wirft Facebook Sorglosigkeit und Missachtung vor. Originellerweise zitiert Klayman in seiner Klage auch auf den Facebook-Film: „Offensichtlich hat der ethisch kompromittierte Zuckerberg kein Verständnis für richtig oder falsch, wie das in dem preisgekrönten Film „Social Network“ herausgearbeitet wurde“ heißt es in der Klagsschrift.
Klaymans Ziele für Klagen waren aber nicht nur die Clinton Administration, sondern auch Organisationen wie die Opec und Osama bin Laden. Die meisten seiner Prozesse erwiesen sich aber als fundamentale Reinfälle.