Obwohl Facebooks Userzahlen weiter Richtung 700 Millionen wachsen, wurden im Mai erstmals deutliche Verluste in den USA und Kanada verzeichnet. Das Wachstum insgesamt war in den vergangenen beiden Monaten deutlich geringer als davor.
(14.6.2011, 09:55) Erreichen die Userzahlen von Facebook nun doch einen Plafond oder ist gar mit Rückgängen zu rechnen? Diese Fragen stellen sich auf Grund der neuesten Analysen von Facebook Inside.
Facebook wächst weiter Richtung 700 Millionen und erreicht im Juni beriets 687 Millionen Menschen weltweit. Die Zuwächse kommen vornehmlich aus Ländern wie Mexiko, Brasilien oder Indien, wo die Facebook Durchdringung bisher eher gering war.
Aber der Zuwachs ist nun bereits den zweiten Monat in Folge geringer als es bisher üblich war. Gegenüber Mai wurden nur mehr 11,9 Millionen zusätzliche User verzeichnet und im Mai wurden 13,9 Millionen Zuwachs gegenüber April gemessen. In den 12 Monaten davor waren es jedoch immer Zuwächse von jeweils mindestens 20 Millionen.
Einer der Gründe für die Verlangsamung des Wachstums ist der Rückgang der Nutzerzahlen in den USA. Hatte Facebook noch Anfang Mai 155,2 Millionen aktive Nutzer, so waren es Ende des Monats mit nur mehr 149,4 Millionen fast um 6 Millionen weniger. Und das ist das erste Mal im vergangenen Jahr, dass Facebook in den USA User verloren hat.
Aber auch Kanada zeigte einen signifikanten Rückgang um 1,52 Millionen auf 16,6 Millionen User. Auch Länder wie UK, Norwegen und Russland, in denen Facebook schon lange stark verbreitet ist, hatten jeweils um mehr als 100.000 User weniger, was ebenfalls ungewöhnlich ist.
Für Inside Facebook sind weitere Beobachtungen nötig um sichere Schlüsse aus den jüngsten Zahlen ziehen zu können. Saisonale und kurzfristige Einflüsse können das Bild durchaus verändern, ohne jedoch den Trend dauerhaft zu ändern.
Jedenfalls war der Bericht für Facebook ein Anlass, sich mit einem Statement zu Wort zu melden. Danach sein die Daten, die aus Facebooks Werbetool gewonnen werden nur breite Schätzungen und nicht geeignet um genaue Wachstumsanalysen durchzuführen. Man sei sehr angetan über das Wachstum und das Engagement der User.
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