Soziale Netzwerke, auch oder v.a. die im Internet, können mit wachsendem "Freundes-"Kreis das Selbstbewusstsein stärken. Insbesondere schüchterne Personen profitieren von der Nutzung.
(29.12.2010, 12:48) Je mehr Freunde ein Mensch hat, desto selbstbewusster ist er. Könnte man sagen, trifft natürlich nicht immer zu. Anders bei Sozialen Netzwerken im Internet – besonders wenn es sich um kontaktscheue Personen handelt. Sie können sich Facebook oder StudiVZ zunutze machen, um einen Freundeskreis aufzubauen und Kontakte zu pflegen. "Je mehr sogenannte Freunde der Nutzer des Netzwerks beim eigenen Profil hat und je mehr positives Feedback er auf seiner Seite bekommt, desto mehr steigt dessen Selbstwertgefühl", sagt der Medienpsychologe und Professor an der Universität Regensburg Erich Weichselgartner gegenüber der Nachrichtenagentur dapd.
"Hype um Soziale Netzwerke wird abflauen"
Weichselgartner zufolge suchen Jugendliche nichts anderes im virtuellen als im realen Leben: "nämlich soziale Beziehungen". Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zum Stellenwert und den Auswirkungen von Social Networks im Internet gäbe es aus Deutschland oder Österreich derzeit aber kaum. Ob der Medienexperte mit seiner Einschätzung, dass Soziale Netzwerke ihren derzeitigen Hype-Status verlieren, bleibt abzuwarten. Die exzessive Nutzung von vergangenen "Hypes-Funktionen" wie Chat oder E-Mail sei schließlich auch abgeflaut. Sie würden bestehen bleiben, aber nicht mehr derartig medial und gesellschaftlich gehypt.
Ähniche Entwicklungsprognose wie bei E-Mails und Chatfunktionen
In diesem Zusammenhang muss man sich darüber im Klaren sein, dass es E-Mail und die simpelsten Kommunikationsformen nicht erst seit 10 bis 15 sondern seit 30 Jahren gibt – damals nicht für die Masse zugänglich. Dass aber E-Mails bei ihrer Verbreitung eine ähnliche Revolution ausgelöst hätten wie Social Media es seit einigen Jahren tut, ist schwerlich nachvollziehbar.
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