(19.2.2011, 15:30) Die „Umgehende Personalisierung“ ermöglicht für bestimmte Partnerseiten wie etwa Bing den Zugriff auf Informationen, die Facebook User veröffentlichen. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) berichtet, wird diese Funktion nun schrittweise auch in Deutschland freigeschaltet.
Die Funktion kann von den Benutzern über die Privatsphäre Einstellungen ein- und ausgeschaltet werden. Bisher ist die Option grau unterlegt und daher nicht verfügbar gewesen:

Facebook beschreibt die Funktionalität auf der Seite wie folgt:
Wir haben uns mit einigen Seiten zusammengetan, um dir großartige, personalisierte Erfahrungen zu ermöglichen, sobald du dorthin gelangst, wie zum Beispiel das sofortige Abspielen von Musik, die dir gefällt oder das Anzeigen von Bewertungen von Freunden. Um deine Erfahrung anzupassen, greifen diese Partner nur auf öffentliche Informationen zu (wie dein Name und dein Profilbild) und auf Informationen, die du mit Allen geteilt hast.
Wenn du das erste Mal auf die folgenden Seiten gelangst, wird dir eine Benachrichtigung angezeigt, die dir die Möglichkeit gibt, die Personalisierung abzuschalten.
Facebook hatte die „Umgehende Personalisierung“ bereits 2010 angekündigt, sie nach heftigen Protesten von Datenschützern in Deutschland jedoch nicht aktiviert. Seit gestern wird sie nach und nach bei deutschen Nutzern automatisch aktiviert, wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage der HAZ bestätigte.
Facebook steht seit längerem wegen seines laxen Umgangs im Visier von Datenschützen. Îm November hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen das Unternehmen unter anderem wegen des Freundefinders verklagt. Auf Druck des hamburgischen Datenschutzbeauftragten hatte Facebook im Januar erklärt, einige besonders umstrittene Funktionen entschärfen zu wollen.
Für Ärger sorgt seit einigen Tagen auch die Probleme im Netzwerk. So beklagten zahlreiche Facebook-Mitglieder, dass weder Beiträge noch Kommentare auf persönlichen Pinnwänden veröffentlichen werden konnten. Betroffen waren auch sogenannte Fanseiten, die häufig von Unternehmen und Organisationen genutzt werden. Dabei erwies sich eine Funktion, mit der Administratoren zwischen ihrem persönlichen und dem Seitenaccount wechseln können, als fehleranfällig. Facebook teilte lediglich mit, das Problem zügig beheben zu wollen. Der Fehler lässt sich derzeit umgehen, wenn die Sprache von Deutsch auf English (US) umgestellt wird.
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