Eine neue Studie unter Facebook-Verweigerern in Österreich zeigt, dass der Großteil das soziale Netzwerk wegen Datenschutzbedenken nicht nutzt.
(05.12.2011, 15:40) Das soziale Netzwerk Facebook ist mittlerweile mit weltweit bereits mehr als 800 Millionen Mitgliedern nahezu jedem ein Begriff. Dennoch gibt es noch immer Menschen, die sich dem Facebook-Hype noch nicht unterworfen haben.
Eine Studie des Marktforschungsinstitutes Marketagent.com wollte die Motive der Facebook-Aversion herausfinden und kam zu folgendem Resultat: Der typische Nicht-Facebook-Nutzer in Österreich ist nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, ein digitaler Außenseiter, noch ein gesellschaftlicher Einsiedler. Vielmehr meiden Menschen die Plattform, weil sie nicht gewillt sind, persönliche Inhalte im Netz zu teilen. Es handelt sich dabei also durchaus um Personen, die mit dem Internet vertraut sind und die auch hinreichend soziale Kontakte haben, um mit einem solchen Netzwerk etwas anfangen zu können.
Vielmehr meiden 67 Prozent derjenigen, die Facebook scheuen, die Plattform ganz bewusst, weil sie nichts Persönliches preisgeben wollen. 60 Prozent der Befragten haben zudem Datenschutzbedenken und fürchten sich vor der Weitergabe von Informationen an Dritte.
Die Mehrheit hält Facebook für unnötig
42 Prozent fürchten sich davor, dass ihre Facebook-Einträge gegen sie verwendet werden können. Manche Befragten weisen auf die "Stasi-Methoden" von Facebook hin, welche einen "gläsernen Menschen" schaffen würden. Ganz unrecht dürften sie nicht haben - es ist durchaus fraglich, ob Informationsaustausch, wie er bei solchen sozialen Netzwerken gepflegt wird und umfassender Datenschutz, jemals miteinander vereinbar sein werden.
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