Ericsson hat am Mittwoch seinen ersten Auftritt auf der CES in Las Vegas absolviert und präsentierte seine Vision einer vernetzten Welt. Diverse neue Partnerschaften sowie interessante Technologie zeigen, dass das Unternehmen mehr ist, als nur der ehemalige Partner von Sony beim Joint Venture Sony Ericsson.
(12.01.2012; 09:10) Ericsson, das schwedischen Unternehmen das Bluethooh erfunden hat und das mit ihrer Technologie 40% der weltweiten Netzwerkinfrastruktur beeinflusst, hat am Mittwoch seine erste Keynote auf der CES, Consumer Electronics Show in Las Vegas, gehalten. Mit dieser Keynote stellte das Unternehmen sein Vision einer vernetzten Welt vor. Der CEO Hans Vestberg berichtete über seine großen Erfolge mit mobilem Breitband.
Er zitierte Statistiken, die zeigen, dass die gesamte Wirtschaft von dieser Technologie profitiert. Vestberg erklärte, immer wenn die Zahl der Menschen mit Zugang zu Breitband in einem Land um 10% steigt, steigt gleichzeitig das BIP des jeweiligen Landes um 1%. Die Verdopplung der Geschwindigkeit des Breitbands hat auch Einfluss auf das BIP, denn dann steigt dieses um 0,3%. Er stellt klar, dass die Netzwerkinfrastruktur für diese Entwicklung nicht der einzige Faktor ist, sondern dass Cloud-Services und der Zugriff auf das Internet von verschiedensten Geräten, dies mit beeinflussen.
Um hervorzuheben, dass die Konnektivität wichtig für das Geschäft ist, hat Vestberg einen Deal mit einem der größten Unternehmen weltweit, Maersk Shipping, angekündigt. Ericsson stellt für Maersk Shipping die Technologie bereit mit der Schiffe in Echtzeit miteinander verbunden werden soll um eine fließendes Netzwerk zu erschaffen. Dieses Netzwerk ermöglicht beispielsweise eine kontinuierliche Überwachung des Kraftstoffverbrauches eines Schiffes und dies führt zu Kosteneinsparungen für das Unternehmen.
Neben dem Maersk Deal erklärte Vestberg, dass Ericsson seine Partnerschaft mit Refugees United weiter ausbauen wird. Diese Kooperation hilft einigen der 43 Millionenen Flüchtlingen weltweit mit ihren Familien in Kontakt zu treten. Mit dem Wechsel von einem Pen-to-Paper System zu einem verbunden Netzwerk, das von Ericsson unterstützt wird, kann ein Flüchtlingslager in Afrika die Anzahl der zu bearbeiteten Fälle pro Jahr von 800 auf 70.000 erhöhen. Dies erklärte der Mitbegründer von Refugees United Christopher Mikkelson.
Vestberg stellte auch eine Partnerschaft mit dem MIT vor. Die Universität nutzt die Technologie des Unternehmens um Müllteile, die in Seattle weggeworfen wurden, zu finden. Auf diese Weise wurden bereits 3.000 einzelne Müllteile im ganzen Land gefunden und dieses Projekt befindet sich noch im Laufen. Der Müll kann bis zu zwei Monate nachdem er weggeworfen wurde noch gefunden werden.
Abschließend stellt Vestberg einige neue Technologien vor, die gerade frisch aus dem Entwicklungslabor kommen. Die erste Technologie war ein Tweeting Tree, der mit Sensoren ausgestattet ist, um automatisch Twitter Nachrichten zu versenden, wenn die Blätter gestreichelt werden. Viel beeindruckender als dieser Baum war die Live-Demonstration von "kapazitiver Kopplung", diese übertrug ein digitales Bild von seinem Smartphone, das er in der linken Hand hielt, über seinen Körper in eine Arbeitsstation, die er mit der rechten Hand bediente.
Die faszinierenden Vision von einer vernetzten Welt, die Ericsson auf der CES vorgestellt hat, zeigt, dass das Unternehmen viel mehr ist als der ehemalige Partner von Sony bei der Kooperation Sony Ericsson. Dieses Joint Venture wurde von Sony im vergangenen Jahr geschluckt. Die neuen Technologien zeigen, dass Ericsson nicht auf Sony angewiesen ist um die Technologieentwicklung maßgebend zu beeinflussen.
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