Ericsson hat zusammen mit Qualcomm Incorporated live demonstriert, wie laufende Telefongespräche über LTE-Netze automatisch in vorhandene UMTS/GSM-Mobilfunknetze übergeben werden können.
(03.02.2012, 13:15) Ericsson und Qualcomm Incorporated zeigen live, wie laufende Telefongespräche über LTE-Netze automatisch in vorhandene UMTS/GSM-Mobilfunknetze übergeben werden können. Damit können Anrufer ihre Telefonate auch dann unterbrechungsfrei fortführen, wenn sie – etwa während einer Autofahrt – den Bereich der LTE-Netzversorgung verlassen.
Bisher wird LTE überwiegend für mobile Datenanwendungen genutzt. Anbieter versuchen nun aber im erhöhten Maße, den neuen Netzwerkstandard für Funktionen wie SMS und Multimedia-Dienste einzusetzen. Eine wichtige Hürde, die im Zusammenhang mit LTE zu überwinden ist, besteht darin, Unterbrechungen des Empfanges zu vermeiden, weshalb der Übergang von LTE zu UMTS so bedeutend ist.
Der erfolgreiche Handover-Prozess wurde am 23. Dezember 2011 gezeigt, wobei die Demonstration über eine Ende-zu-Ende-Netzinfrastruktur von Ericsson erfolgte. Dabei kam ein LTE/3G Multimode Smartphone-Chipset von Qualcomm zum Einsatz. Die technische Basis des Handover-Prozesses stellt die von der 3GPP standardisierte „Single Radio Voice Call Continuity“ (SRVCC) dar.
Mit der Demonstration der Handover-Technologie möchte Ericsson beweisen, dass man die Nutzererwartungen erfüllen kann und eine hohe Sprachqualität über den neuen Mobilfunkstandard realisieren kann.
Die neue Technologie wird voraussichtlich im Laufe dieses Jahres von ersten Netzbetreibern eingeführt. Für das Jahr 2013 werden dann weltweit weitere kommerzielle Einführungen dieser Technik erwartet.
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