(4.12.2010, 19:30) Paypal hat gestern Abend bekanntgegeben, dass keine Spenden mehr über Paypal an Wikileaks weiter geleitet werden. Als Begründung hat Paypal genauso wie Amazon angeführt, dass Wikileaks die Nutzungsbedingungen „wegen illegaler Aktivitäten“ verletzt hätte.
Seither haben sich sowohl auf Twitter als auch auf den Facebook Seiten von Paypal regelrechte Entrüstungsstürme entfacht.
Hier einige Auszüge: „Schließt Eure Paypal-Konten! Mit Paypal kann NICHT jedes Unternehmen/Kunde online Zahlungen empfangen - opportunistisches Schließen des Wikileaks Kontos. I dislike Paypal“
„Ich hoffe euch wird die Banken Lizenz in Deutschland entzogen...“
„Illegale Aktivitäten festzustellen, ist nicht an Paypal, sondern an einem Gericht und derlei ist noch nicht passiert!“
„Man muss sehr darauf bedacht sein, nur in saubere Hintern zu kriechen. Nimmt man die falschen, hat man am Ende einen dicken, stinkenden Rand um den Hals - PayPal hat diesen nun in Form eines Shitstorms. Aber sind wir ganz ehrlich, wohlverdient! Diesen Kommentar darf man übrigens als Dislike verstehen.“
„Habe gerade meinen paypal account gelöscht! gleiches habe ich bei amazon gemacht!
So was brauche ich nicht .... sorry!
fail was da mit #wikileaks gerade passiert ...“
Und so weiter, und so weiter ....
Auch Paypal führt illegale Aktivitäten von Wikileaks als Grund für die Schließung des Kontos an. Was nun massiv kritisiert wird, ist dass sich private Unternehmen anmaßen die Legalität von Daten selbst zu beurteilen. Weiter wird immer wieder angeführt, dass Das zwar das Kopieren von Daten illegal sei, aber nicht deren Veröffentlichung, sobald man sie erhalten hat. Das gleich müsste nämlich auch für alle Medien gelten, die Inhalte der Dokumente aus Wikileaks veröffentlichen.
Paypal wird genauso wie Amazon unterstellt, dass man auf Druck der US-Regierung gehandelt habe. Was beide Unternehmen offenbar unterschätzt haben, ist die Öffentlichkeit, die heute über Social Networks binnen Stunden massiv gegen solche Aktivitäten entsteht.
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