Bei einer Lieferantenkonferenz teilte der drittgrößte chinesische Mobilfunker mit, man wolle heuer 80 Millionen 3G Handys und davon 45 Millionen Smartphones kaufen. ZTE will seine Stückzahl heuer verdoppeln und weltweit sollen 500 Millionen Billig-Smartphones verkauft werden.
(18.1.2012, 13:20) China hatte bereits im dritten Quartal 2011 mit 23,9 Millionen verkauften Smartphones die USA als größten Markt für Smartphones von der Spitze verdrängt. Im Mai des Jahres soll die magische Grenze von 1 Milliarde Handys im bevölkerungsreichsten Staat der Erde übersprungen werden.
Gestern hielt China Telecom seine jährliche Einkaufskonferenz mit den Herstellern ab, wie DigiTimes berichtet. Dabei wurde bekannt, dass Chinas Nummer 3 alleine heuer 80 Millionen 3G Handys erwerben will. Davon sollen 45 Millionen Stück Smartphones sein, gegenüber noch 16,6 Millionen in 2011. Die meisten davon werden im Preisbereich zwischen 100 und 300 Euro angesiedelt sein. Verlangt werden Hardware Specs mit 1 GHz Prozessoren und 4 Zoll Tochscreens.
Insgesamt bewerben sich 137 Lieferanten um die zu vergebenden Riesenaufträge. Es wird erwartet, dass die chinesischen Hersteller wie Huawei, ZTE und Coolpad besonders konkurrenzfähig sein werden. Aber auch Samsung, Motorola und HTC sollten einen größeren Anteil, vor allem im mittleren und oberen Preisbereich erzielen können.
Zum Größenvergleich: China Telecom verfügt über knapp 110 Millionen Kunden, China Unicom über mehr als 180 Millionen und China Mobile über etwa 620 Millionen.
In einem Interview mit Reuters hat ZTE Manager Lv Qianho angekündigt, man wolle heuer seine Stückzahl an verkauften Smartphones verdoppeln. 2011 sollte die Verkaufszahl einiges über dem Ziel von 12 Millionen Stück gelegen sein. Aber ZTE hat durchaus nicht nur den chinesischen Markt im Visier, sondern möchte mit höherwertigen Geräten auch in den USA und Europa kräftig Marktanteile gewinnen.
Deloitte hatte kürzlich eine Studie vorgestellt, in der eine Stückzahl von weltweit 500 Millionen niedrigpreisige Smartphones bis zum Jahresende prognostiziert wurde. Diese Billiggeräte mit Preisen unter 80 Euro sollen aber auf anderen, proprietären Betriebssystemen laufen, als die jetzigen Smartphones mit Android, iOS oder Symbian. Sie sollen auch ohne 3G auskommen, da die Funktechnologie für 3G noch immer relativ teuer ist. Nokia erwarb kürzlich das Unternehmen Smarterphone um genau diesen Markt bedienen zu können.
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