(13. 01 2012; 12:00) Die am Donnerstag stattfindende Apple-Veranstaltung wirft ihre Schatten voraus. Offenbar will der Hersteller nun in den Schulbuchmarkt einsteigen, zumindest deutet einiges darauf hin.
Journalisten wurden eingeladen, zu einer Ankündigung über Bildung in den Big Apple (New York) zu kommen. Worüber genau Apple am 19. Jänner sprechen wird, wollte das Unternehmen nicht preisgeben. Klar ist nur, dass kein neues Gerät vorgestellt werden wird, soviel ist klar.
Das erste Indiz kommt vom verstorbenen Apple-Gründer selbst. Walter Isaacson, Journalist und Autor, schreibt in der Biografie von Steve Jobs, dass er geplant habe, Schulbücher neu erfinden zu wollen. Der Plan sah vor, Autoren von Schulbüchern unter Vertrag zu nehmen. Diese sollten dann digitale Versionen für das iPad 2 mit Hilfe von Apple-Mitarbeitern entwickeln und designen. Auch Ideen wie man den staatlichen Genehmigungsprozess umgehen wollte, gab es bereits. So war von Jobs vorgesehen, die Bücher kostenlos anzubieten. Steve Jobs selbst habe noch zu Lebzeiten, so Isaacson, Gespräche mit Verlagen geführt.
Auch die New York Times will Hinweise von einer anonymen Quelle erhalten haben, dass es bei der Veranstaltung von Apple tatsächlich darum gehen soll, bekannt zu geben in den Schulbuchmarkt einsteigen zu wollen. Auch die angekündigte Anwesenheit von Eddy Cue, Vizepräsident für Internet-Software und –Dienste, sehen Beobachter als eindeutigen Beweis dafür, dass Apple in den Schulbuchmarkt einsteigen will.
Außerdem wird schon länger von Außenstehenden der massive Aufwand von Apple beobachtet, iPads an Schulen und Universitäten als Exklusivgerät salonfähig zu machen. So stiftete das für weniger karitative Aktionen bekannte Unternehmen, im Vorjahr über 9000 iPads an die Initiative Teach for America. Diese Organisation vermittelt freiwillige Junglehrer an Schulen in Brennpunkten.
Auch in anderen Ländern, darunter Deutschland, wird vermehrt auf den Einsatz von Tablets, vor allem iPads, gesetzt.
Ein Vorteil läge bestimmt daran, dass Schüler einen Unterricht genießen könnten, der zeitnah und praxisbezogener ist. Auch den Vorteil hat es, dass die Schultaschen kein besorgniserregendes Gewicht mehr erreichen kann.
So viele positive Gründe es auch dafür gibt, iPads an Schulen einzusetzen, so verfolgt Apple lediglich das Ziel die jüngste Zielgruppe für sich zu gewinnen.
( )© Telekom-Presse
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