Heute präsentierte Apple seine Vorstellungen von der Digitalisierung der Bildung. Die Einführung von iBooks 2 und iTunes U soll Bildungseinrichtungen und Schülern eine moderne Art der Wissensvermittlung bieten.
(19. 01. 2012; 18:00) Die Präsentation hielt Apple in einer für sich sprechenden Umgebung, dem Guggenheim-Museum. Sie hatte kein neues Gerät im Mittelpunkt, sondern die noch von Steve Jobs anvisierte Revolution der Schulbücher. In einem von Walter Isaacson geführten Interview erzählte der Apple-Gründer von seinen Plänen, Autoren von Schulbüchern unter Vertrag zu nehmen und mit diesen gemeinsam, digitale Versionen für das iPad 2 zu entwickeln. Genau das ist Apple jetzt auch gelungen.
Phil Schiller (Marketing-Vizepräsident von Apple) übernimmt die Einleitung der Veranstaltung und beginnt seine Ansprache damit, wie schwer es ist, nach erfolgreichem Abschluss an einer amerikanischen Universität, den Anforderungen in einer globalisierten Welt gerecht zu werden. Auch der Bildungsstandard ließe im internationalen Vergleich zu Wünschen übrig.
Im App Store sind derzeit über 20.000 Erziehungs- und Lernapplikationen für das iPad erhältlich. Darum hat Apple es sich zum Ziel gesetzt, das iPad auch in den Schulalltag und Lehrplan zu integrieren, um die Lehrmethoden auf den aktuellen Stand zu bringen.
Mit dem iBooks 2 soll das in Zukunft möglich sein. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lehrbüchern, bietet das iPad in Verbindung mit iBooks 2 den Vorteil, dass es interaktiv, leicht und durch regelmäßige Updates immer auf dem aktuellsten Wissensstand ist.
Das von Phil Schiller präsentierte Lehrbuch glänzt vor allem durch ein interaktives Design und auch durch die leichte Handhabung, so kann man auf der Hauptseite mit einem Wischen von links nach rechts, die Kapitel des Buchs durchstöbern. Scrollt man nach unten, blättert man durch die Seiten. Die Bilder in den Applikationen kann man antippen, woraufhin sie als animierte 3D-Version erscheinen. Außerdem verfügt jedes iBook über ein Glossar. Dadurch ist es möglich, Definitionen zum jeweiligen Wort zu erhalten. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es auch Multiple-Choice-Tests um das Erlernte abzuprüfen.
Mit der Integration des Features „My Notes“ ist es möglich sich Notizen zu machen. Diese kann man im Format 3x5 cm zu digitalen Lern-Kärtchen zusammenfassen. Dies soll vor allem dabei helfen, den Stoff auf die wesentlichen Informationen zu kürzen.
Apple arbeitet mit den drei führenden Schulbuch-Verlagen wie Pearson, McGraw Hill und Houghton Mifflin Harcourt zusammen. Insgesamt halten sie in den USA über 90 Prozent Marktanteil im Schulbuch-Bereich. Die Applikation iBooks2 ist gratis im Apple-Store erhältlich und die Bücher sollen 14,99 Dollar kosten, oder sogar weniger. 
Im Zusammenhang mit iBooks 2 wurde auch die Applikation iBooks Author vorgestellt. Auch diese App ist ab heute kostenlos im iBookstore erhältlich und richtet sich vor allem an all jene, die einen Mac zu Hause haben. Mit iBooks Author ist es möglich, selbst zum Autor und Herausgeber zu werden. Durch simples Dragging- and Dropping-Prinzip lassen sich die Inhalte leicht in die Vorlage einfügen. Durch eine Preview-Option wird es möglich, vor Online-Stellen des iBooks zu kontrollieren, ob die Inhalte und Bilder auch passend eingefügt sind.
Apple dachte bei der Entwicklung von iBooks 2 auch an Studenten und arbeitete weiter an iTunes U (University). Diese Applikation bietet Professoren und Studenten ein breit gefächertes Angebot für ihr Studium. Bereits über 1000 Colleges und Universitäten nutzen die von Apple entwickelte Software. Die Erweiterungen beinhalten vor allem, dass Online-Kurse angeboten werden, sowie Details zum Professor, Lehrplan, sowie auch Sprechstunden. Auch eine Bewertung des Kurses soll in Zukunft möglich sein. Die vom Professor verlangte Primärliteratur kann über das iPad direkt in den iBooks-Store geleitet werden und auch gleich gekauft werden.
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