Apple Gründer Steve Jobs verstorben

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Apple Gründer Steve Jobs verstorben

 
(c) Apple
 

Der Apple Mitgründer ist heute im Alter von 56 Jahren verstorben. Das teilte soeben das Unternehmen mit.

 

(San Francisco, 05.10.2011, 17:00 PT/ 6.10. 02:00 MEZ) Wie Apple soeben mitteilt ist Steve Jobs, Gründer von Apple und einer der Pioniere der Computerindustrie heute verstorben. Laut einem Statement seiner Familie verstarb er friedlich im Kreise seiner Familie, die gleichzeitig um Verständnis ersucht, dass sie ihre Trauer privat halten möchten.

Auch von Apples Board gibt es dazu ein Statement: Steves Brillanz, Passion und Energie waren die Quelle ungezählter Innovationen, die unser Leben bereichern und verbessern. Die Welt ist dank Steve um vieles besser geworden."

Apple gab weiter keine Erklärungen über den Grund für den Tod ab. Jobs hatte Pankreas Krebs und hatte schon vor einigen Jahren eine Lebertransplantation erhalten. Der Krebs gilt als einer mit der höchsten Sterblichkeitsrate und geringsten Lebenserwartung. Jobs hatte sich bereits Anfang des Jahres aus medizinischen Gründen beurlauben lassen und am 24. August die Funktion  als CEO zurückgelegt. Seine Nachfolge als CEO hatte Tim Cook angetreten. Jobs wollte weiter als Chairman des Boards wirken.

Während seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit formte er die Computerindustrie, Silicon Valley und in den vergangenen vier Jahren auch ganz entscheidend die Mobilfunkindustrie. Gemeinsam mit Steve Wozniak gründete er 1976 Apple und half mit dem Apple II den PC populär zu machen. 1984 brachte Apple den MacIntosh auf den Markt und damit den ersten kommerziell erfolgreichen Computer mit  grafischer Benutzeroberfläche.

Nach einem internen Machtkampf mit John Sculley musste Jobs 1985 das Unternehmen verlassen. Er gründete kurz danach eine neue Computerfirma NeXT, die durch die kubisch geformte und sehr stylische Next Workstation bekannt aber nicht kommerziell erfolgreich wurde.

1996 kaufte Apple NeXT für 402 Millionen Dollar und Jobs wurde zunächst Berater und 1997 wieder in das Board berufen. Apple übernahm die sehr fortschrittliche Tecchnologie von NeXT, dessen Betriebssystem noch heute als Mac OS X im Gebrauch ist.

Unter Jobs' Führung wurde 1998 der iMac eingeführt, der den angeschlagenen Konzern zurück in die Gewinnzone führte. Mit dem räten iPod, iTunes, dem iTunes Store (bis 2006 iTunes Music Store) und dem iPhone schuf das Unternehmen einen neuen Markt für „Digital Lifestyle“-Produkte. An den Erfolg dieser Produkte knüpfte das am 27. Januar 2010 durch Jobs präsentierte iPad an.

Im Silicon Valley, in San Francisco und im ganzen Land hat sich die Nachricht natürlich wie ein Lauffeuer herumgesprochen und die Anteilnahme ist groß.

Eine wachsende Menschenmenge versammelte sich bereits eine Stunde nach Bekanntwerden der Nachricht beim Apple Store in San Francsico Ecke Market Street und Stockton. Darunter auch Menschen, die ihr Gedenken und ihren Dank an Steve Jobs auf einem vor sich gehaltenem iPad dokumentieren: "... Because the people who are crazy enough to think they can change the world are the ones who do. Thank You, Steve" Auch aus anderen Städten werden Bilder von Menschenansammlungen vor den Apple Stores über soziale Netze gepostet.

Und natürlich durfte auch das Fernsehen nicht fehlen. Lokale Sender sind bereits mit Kameras und Übertragungswägen mit Satellitenschüsseeln aufgefahren:

 

Präsident Barack Obama hat im Blog des Weißen Hauses auf den Tod von Steve Jobs reagiert. Für Obama war Jobs "einer der größten amerikanischen Innovatoren". Und weiter: "Die Welt hat einen Visionär verloren. Und es mag keinen größeren Tribut an Steves Erfolg geben, als dass ein Großteil der Welt von seinem Tod auf einem Gerät erfahren hat, das er erfunden hat.

Auch in den sozialen Medien tauchten sehr rasch die ersten Postings auf. Hier einige willkürlich ausgewählte aus Twitter, wobei der erste, MuscleNerd, als einer der besten Jailbreaker des iPhone bekannt ist:

Und hier das Posting von Google Co-Gründer Sergey Brin auf Google+:

Diese besonders nette Grafik von Jonathan Mak Long kursiert ebenfalls im Netz.

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