Die Wiener Ärztekammer unterstützt das Vorhaben Frankreichs, Mobiltelefone an Schulen zu verbieten. Österreich sollte diesem Beispiel möglichst folgen.
(Wien, 8.10.2009) Nachdem in Frankreich über ein Handy-Verbot an Schulen nachgedacht wird (siehe Beitrag vom 8.10.2009), spricht sich die Ärztekammer Wien für ein ebensolches Verbot in Österreich aus.
Gesundheitsgefährdung
Laut der Ärztekammer verdichten sich die Hinweise auf mögliche gesundheitliche Gefährdungen durch die Nutzung von Mobiltelefonen. Die Meinungen diesbezüglich gehen seit jeher auseinander und bieten die Basis für kontroverse Auseinandersetzungen. Der Vorstoß des französischen Senats veranlasst die Ärztekammer zu einer neuerlichen Debatte. Walter Dorner, Präsident der Ärztekammer, ruft die Politik auf den Plan. Diese habe ihre Verantwortung hinsichtlich des Versorgungsgedankens zu erfüllen, so Dorner. Auch dem Verbot für Handy-Werbung bei Kindern unter 14 Jahren steht Dorner wohlwollend gegenüber. Demnach sei es nicht einzusehen, dass die Industrie einen Markt erschließen wolle, dessen gesundheitsgefährdende Aspekte noch nicht absehbar seien.
"Ich bin überzeugt, dass dem Beispiel Frankreichs bald andere EU-Staaten folgen werden. Es wäre schön, wenn Österreich in Sachen Gefahren durch Mobiltelefonie nicht einen ähnlich unrühmlichen letzten Platz hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung in Europa einnehmen würde, wie dies in Sachen Tabakprävention bereits seit Jahren der Fall ist", zieht Dorner eine Analogie.
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Reaktionen auf diesen Artikel
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Rudolf, 20.10.2009
Äpfel und Birnen
Wenn die Ärztekammer dem Vergleich Äpfel mit Birnen (Elektromagnetische Wellen und Tabakrauch) einen wissenschaftlichen Anstrich verleihen möchte, dann disqualifiziert sie sich selbst und verrät bloß deren politische Interessen.
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